19. Juli 2017

[A-Z Teil 2] A und B

A… wie Abnehmen, Auto und Albernheit

Ich muss gestehen, dass ich innerhalb der letzten 1,5 Jahren ein wenig zugenommen habe. Es ist nicht weiter tragisch und ich persönlich habe sowieso diesbezüglich eine recht humane Einstellung, dennoch bin ich momentan an einem Punkt, an dem ich diese Extrakilos dazu nutzen möchte, wieder mehr an mich und mein Wohlempfinden zu denken. Seitdem ich damals aus meinem Elternhaus ausgezogen bin, habe ich Tütenessen vermieden, selten Essen bestellt (schon alleine aufgrund des Mindestbestellwertes, den man alleine eh kaum erreicht 😄 ) und dafür mehr frisch gekocht. Allerdings esse ich viel und gerne und genau das ist mein Manko. Dazu kam, dass ich wenig bis gar keinen Sport getrieben habe. Nun ist es allerdings so, dass ich aufgrund meiner Beziehung in dem letzten Jahr häufig unnötig viel und ungesund gegessen habe. Man wird eben in einer neuen Beziehung bequem... 😉
Aber das soll sich nun ändern: Auf der Suche nach einem Sport, der mit Spaß macht, ich eine Anleitung habe und mich dazu verleitet, am Ball zu bleiben, habe ich nun Stepaerobic für mich entdeckt. Seitdem ich das Board zuhause habe, mache ich bis zu 5 Mal die Woche 20-30 Minuten Sport und das tut richtig gut. Des Weiteren essen wir wieder gesünder. Nun muss ich nur noch die Mengen in den Griff bekommen und dann sollten auch die ersten Pfunde purzeln... 

Aufgrund meiner Erkrankung ist es schwierig für mich öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Einen Führerschein zu besitzen und selbst Autofahren zu können ist in meinem Fall daher sehr wichtig. Selbstständig zu sein, entscheiden zu können, wann man mal rechts ranfährt oder welchen Weg man fahren möchte, um lange Umwege oder staulastige Straßen zu umfahren. Ich brauche einfach meinen eigenen fahrbaren Untersatz. 


Es gab mal eine Situation, in der mein Auto knapp 1,5 Wochen in der Werkstatt stand. Mir blieb nichts anderes übrig, als...
...mir Urlaub zu nehmen, da klar war, dass ich meine Arbeitsstelle nicht ohne Auto erreichen könnte. Ich wäre morgens knapp 40 Minuten mit dem Bus unterwegs gewesen und das würde mit meinen Ängsten nicht funktionieren. Zu dieser Zeit musste ich mich auch um die Katzen meiner Eltern kümmern. Schon alleine die Busfahrten zu meinem Elternhaus waren aufregend (siehe hier). Daher bin ich einfach froh, ein Auto zu besitzen und somit meinem Alltag bestreiten zu können. 

Ich bin nun 30 Jahre alt geworden und irgendwie fühlt sich das für mich noch nicht ganz richtig an 😉 Ich bin in den meisten Situationen doch noch ein ziemlicher Kindskopf. Beruflich habe ich das gut im Griff, aber zuhause bin ich dann doch schonmal etwas... naja, anders eben. Ich singe die Refrains von Ohrwürmern, um diese an meinen Partner weiterzugeben (oft mit Erfolg), welcher sich oftsmals wundert, warum ihm ein lästiges Lied im Kopf umherschwirrt, weil er nicht wirklich mitbekam, dass ich mal wieder ein grausames Lied der 90er angestimmt hatte. Oder ich tanze meinem mir entgegenkommenden Freund im Flur an, um ihm somit den Weg zu versperren. Achja... ich liebe Werbejingles und auch diese singe ich gerne mal vor mich her. Es gibt so einige Situationen, wo ich rückblickend betrachtet mir nur denke "Und das mit 30...". Aber ich kann dazu nur sagen, dass ich eben noch nie 30 Jahre alt war und somit auch nicht wissen kann, wie man sich da zu verhalten hat 🙈 Aber mal ernsthaft... wäre das Leben nicht langweilig, wenn man sich nicht ein wenig das innere Kind beibehält?


B… wie Beziehung, Backen und Blut

Als ich mit 14 Jahren meine erste Beziehung hatte, war mir schnell klar, dass ich ein absoluter Beziehungsmensch bin. Ich möchte damit nicht behaupten, dass es sonderlich einfach ist, mit mir eine Beziehung zu führen, aber dennoch brauche ich das Gefühl der emotionalen Sicherheit, um mich wohl zu fühlen. 
Ein Beziehungsmensch zu sein, hat nichts damit zutun, dass ich mich planlos von einer Beziehung in die Nächste stürze. Das ist es nicht. Es ist viel mehr, dass ich zwar als Single gut klar komme, selbstständig bin und Strukturen habe. Aber ich brauche Nähe... viel Nähe. Manchmal komme ich nach Hause und sehne mich einfach nur nach einer innigen Umarmung. Und danach geht es mir schon viel viel besser. Ich liebe Zweisamkeit und das Gefühl, eine Schulter zum Anlehnen zu haben. Rückhalt zu spüren und zu wissen, dass da jemand ist, der einen auffängt, wenn man mal wieder gefallen ist. All diese Gründe klingen ziemlich egoistisch, aber ist das nicht gerade etwas, was eine Beziehung ausmacht?! Ist man nicht prinzipiell egoistisch, wenn man eine Beziehung eingeht? Sucht man nicht für sich das Glück? Natürlich gibt es auch Menschen, die nur eine Beziehung mit jemandem eingehen, um dem anderen etwas Gutes zutun, aber ich bin davon überzeugt, dass das langfristig nicht ehrlich ist und glücklich macht. Also kurz gefasst: Ich liebe zu lieben und geliebt zu werden... und das aufrichtig! Gemeinsam eine Zukunft aufzubauen und täglich darauf hinzuarbeiten. Sich jeden Tag gegenseitig besser kennenzulernen und somit auch sich selbst jeden Tag ein Stückchen mehr kennenzulernen. 

Hachja... backen. Sollte man mich mal fragen, was ich lieber tue... backen oder kochen, würde ich spontan "Backen" sagen und das, obwohl ich viel mehr koche. Woran das liegt? Am Endergebnis. Beim Kochen steht man eine gefühlte Ewigkeit am Herd, gibt sich Mühe, schmeckt ab und wofür? Damit es innerhalb von 10-15 Minuten komplett weggegessen wurde. Beim Backen ist es anders. Natürlich gibt man sich da ebenfalls Mühe und ist eine Weile beschäftigt. Aber das Ergebnis hält länger... bei mir zumindest. Wenn ich einen Kuchen oder Muffins backe, dann hat man noch am nächsten Tag und am Folgetag etwas davon. Man kann auch mal unbesorgt der Kollegin etwas mit ins Büro bringen oder dem Partner für seine Kollegen etwas einpacken. Das geht mit gekochtem Essen nicht sooo einfach. Auch Plätzchen oder Brot sind nicht so schnell verspeist, so dass man länger etwas davon hat. Und wenn es dann auch noch hübsch aussieht und gut riecht, dann ist das für mich eine wirklich tolle Angelegenheit. 

Als ich noch im Krankenhaus gearbeitet habe, war ich wirklich relativ schmerzfrei was Gerüche und Optik von nicht sonderlich angenehmen Dingen. Ausscheidungen oder gar offene, eitrige Wunden waren für mich kein Problem. (Klar gibt es angenehmere Sachen...). Nur Erbrochenes konnte mich knacken. Seitdem ich allerdings nun einige Jahre unter meiner Einschränkung leide und aus dem Gesundheitswesen raus bin, hat sich das etwas verändert. Mein Geruchssinn ist viel schärfer geworden und ich kann kein Blut mehr sehen. Ernsthaft... ich kann kein Blut mehr sehen. Selbst im Fernsehen ist so manche Szene schon zu viel für mich, so dass ich weggucken muss... wegen Filmblut.... verrückt oder? Ich habe NIE Probleme damit gehabt und zack... Aber auch damit lernt man umzugehen. Abgesehen davon geht es ja vielen so. Somit finde ich es zwar seltsam, aber nicht dramatisch.

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