26. Oktober 2016

Spasmolytikum

Nachdem ich nun einige Tage kein Internet zuhause hatte, ist es mir nun wieder möglich, von meinem letzten Termin bei der Urologin zu berichten.

In den letzten beiden Blogposts habe ich ja bereits davon berichtet, wie mein erster Termin bei der Urologin war und welche Hausaufgaben sie mir aufgab, um den nächsten Termin vorzubereiten.
Brav wie ich bin, habe ich natürlich vorbildlich meine Aufgabe erledigt ;)

Vorletzte Woche war es dann soweit... ich hatte meinen nächsten Termin. 
Geplant war eine Untersuchung des Harnstrahls, auch "Uroflow" genannt.
Bei dieser Untersuchung können Blasenfunktionsstörungen festgestellt werden und Verengungen der Harnröhre.
Um diese Untersuchung durchführen zu können, sollte der Patient mit einer vollen Blase in der Praxis erscheinen. 



Schon diese Tatsache machte mich ein wenig nervös, weil...

... ich definitiv nicht mit voller Blase dort hinfahren konnte. Somit entschied ich mich, eine Stunde eher in der Praxis zu erscheinen und vor Ort zu trinken.
Bewaffnet mit 1,5 Litern Wasser setzte ich mich also ins Wartezimmer und trank... und trank... und trank.... und ich musste für mich feststellen: Wenn ich muss, kann ich nicht :-D

Mein eigentlicher Termin war um 11:30 Uhr. Gegen 11:15 Uhr schaute ich auf die Uhr und dachte mir nur, dass ich mal langsam zur Toilette gehen sollte, da es sonst zeitlich eng werden würde. Schließlich sollte die Messung ja vor dem Termin stattfinden.
Gesagt, getan.
Unmittelbar danach wurde ich auch schon von einer Arzthelferin aufgerufen, welche mich in einen Untersuchungsraum führte. Die Ärztin begrüßte mich und erklärte mir, dass sie eine Ultraschalluntersuchung vornehmen möchte.
Ich legte mich hin und sie untersuchte: Magen, Leber, Blase und Nieren.

Anscheinend war alles unauffällig und auch die Harnstrahluntersuchung war "ohne Befund".
Dann überreichte ich ihr meine "Hausaufgaben". Sie überblickte die Eintragungen und stellte fest, dass ich ziemlich häufig bei geringer Blasenfüllmenge zur Toilette gehe. 

Um das Ganze abzukürzen: Am Ende verließ ich die Praxis mit einem Rezept für ein Spasmolytikum (auch Muskelrelaxantium genannt).
Dieses Medikament soll die Blasenmuskulatur entkrampfen und somit dazu führen, dass das Fassungsvermögen etwas gesteigert wird.

Nun nehme ich schon seit ein paar Tagen diese Tabletten und was soll ich sagen?! Schon nach Tag 2 merkte ich eine leichte Veränderung/ Verbesserung.
Vielleicht ist es ein Plazeboeffekt, vielleicht aber auch nicht... ist mir ehrlich gesagt auch nicht wichtig.

Ich merke, dass ich mich ein wenig "zurücklehne" und mich auf die Tablette "verlasse".
Ich bin weniger bei mir und mehr in den Situationen, in denen ich mich gerade aufhalte.
Wenn ich auf der Toilette war, merke ich auch einen Unterschied, da sich die Blase "geleerter" anfühlt.
Zuvor war es oft so, dass ich nach dem Toilettengang das Gefühl hatte, ich könnte schon wieder gehen. Getan habe ich das aber selten, weil ich ja wusste, dass die Blase bereits leer sein musste, auch, wenn sie sich nicht so anfühlte.
Nun ist es so, dass die Blase sich auch entleert anfühlt und somit "das Thema" nach der Blasenentleerung erstmal erledigt ist.

Ich werde die Tabletten nun einnehmen und habe im nächsten Monat einen weiteren Termin bei der Urologin, wo ich ihr von meinen Erfahrungen mit dem Präparat berichten werde.
Mal sehen, was bis dahin noch passiert und wie ich mich damit fühle.

Ich kann nur bis jetzt sagen, dass ich sehr zufrieden damit bin und gespannt bin, wie es sich weiterhin entwickelt. Denn das Medikament kann mir zwar helfen, aber am Ende ist wichtig, was ich daraus mache.


L.H.P.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen