14. September 2016

Update September 2016

Wie bereits in meinem Blogpost "Anspannung" angekündigt, hatte ich in den vergangenen Woche ein paar Arzttermine:

Zu Beginn war ich bei meinem neuen Hausarzt, welcher sich mit Hilfe einer Blutabnahme und einer Ultraschalluntersuchung meine Schilddrüse anschaute. Durch meinen vorherigen Hausarzt wurde bei mir im Dezember 2014 eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Nicht weiter tragisch, nur führte das eben dazu, dass ich medikamentös eingestellt werden musste. Der neue Arzt wollte nun testen, ob ich auch gut eingestellt wurde oder ob eine Veränderung der Dosis nötig sei.
Am Ende kam heraus, dass meine Schilddrüsenwerte nun der Norm entsprechen und ich gut eingestellt wurde. In dem Zusammenhang haben wir aufgrund meiner Blasenaktivität auch meine Nierenwerte getestet. Auch dort sind alle Werte unauffällig. Also alles Bestens.



Dann war ich beim Psychiater... dieser Arzt ist mir bereits aus der Vergangenheit bekannt, aber so richtig begeistert war ich von ihm noch nie. Nicht, weil er ein schlechter Arzt ist... das kann ich so nicht sagen... aber irgendwie fühlt man sich bei ihm so "abgefertigt". Man wird aufgerufen, setzt sich zu ihm ins Büro, äußert kurz sein Anliegen, dann...
...2-3 Rückfragen und zack... verlässt man das Büro mit einem Rezept. Die ganze Anliegensklärung erfolgt innerhalb von 5 Minuten und schon wird der nächste Patient aufgerufen. Nun ja, so war es diesmal auch. Ich bekam ein Rezept über ein Antidepressivum, welches die allgemeine Grundanspannung lösen und die Symptome einer Angststörung mindern soll. Ich habe das Präparat nun hier liegen und bin mir noch immer unschlüssig, ob ich es wirklich nehmen soll. Ich sprach auch mit meiner Therapeutin darüber, welche mir empfahl, es zumindest auszuprobieren. Natürlich gebe ich ihr recht....wenn ich es nicht probiere, werde ich nie erfahren, ob es mir helfen könnte. Dennoch würde ich behaupten, dass ich eine gesunde Skepsis bzgl. Psychopharmaka aufweise. Da ich noch nicht beurteilen kann, inwiefern ich das Medikament vertragen werde, habe ich mich zumindest entschlossen bis zu meinem Urlaub mit der Einnahme zu warten. Und da dieser noch in diesem Monat ist, schiebe ich das Ganze nicht so weit auf. Wir werden sehen...

In dem oben genannten Urlaub habe ich auch einen weiteren Termin bei einer Urologin, welche auf das Reizblasensyndrom spezialisiert ist. Ich weiß noch nicht, ob ich mir diesbezüglich große Hoffnungen machen soll, aber ich würde mir wünschen, endlich auf einen Fachmann/-frau zu stoßen, bei der ich mich direkt verstanden fühle. Natürlich werde ich auch darüber berichten, wenn ich den Termin hinter mir habe.

Des Weiteren kann ich sagen, dass es mir momentan zumindest psychisch richtig gut geht, auch, wenn die Blase hin und wieder Anspannung hervorruft oder ich beim Autofahren leichte Angstschübe bekomme. Und obwohl es mir eigentlich richtig gut geht, lebe ich aktuell in dem gefühlsmäßigen Zwiespalt zwischen "Alles wird gut" und "Was ist, wenn es nie besser wird?".
Aber auch diese Gedanken sind tagesformabhängig

Aber soviel erst einmal dazu.

Bleibt tapfer...

L.H.P.

Kommentare:

  1. Natürlich musst du ganz alleine entscheiden, ob du die Medis nehmen möchtest oder nicht. Ich war auch sehr sehr skeptisch, aber mein Antidepressiva hat mir gut geholfen und es ist nichts schreckliches passiert. Und ich hatte mit allem möglichen schrecklichen gerechnet. Gut, ich habe zugenommen. Aber das nehme ich im Moment noch in kauf.

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    1. Hey shalely,
      ja, diese Nebenwirkung hatte ich auch bereits bei den anderen Antidepressiva. Ich bin mir einfach unschlüssig, weil ich jetzt viele Jahre ohne das "Zeug" gelebt habe und ich damals so dankbar war, als ich das Medikament abgesetzt habe.
      Nun ja... ich werde höchstwahrscheinlich das Präparat nehmen und sehen, was passiert ;-)

      Liebe Grüße
      L.H.P.

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