8. Juni 2016

Entspannung muss geübt werden...

Wie bereits in einem vorherigen Blogpost (siehe hier) erwähnt, arbeiten meine Therapeutin und ich an einer Entspannungsübung, die in mehreren Schritten aufgebaut ist. 
Nachdem ich einige Wochen mit progressiver Muskelentspannung "verbracht" habe und immer wieder den Zustand der Entspannung üben musste/sollte, sind wir nun an einem Punkt, in dem die Zeiträume zur Entspannung geringer gehalten werden.

Zu Beginn war es meine Aufgabe, das Programm der progressiven Muskelentspannung für etwas 15-20 Minuten durchzugehen. Anschließend sollte der Zeitraum reduziert werden. 
Im nächsten Schritt wurde die Atmung mit eingebracht. Aufgabe war es, einzuatmen, sich das Wort ENT-SPANNUNG zu denken und dabei auszuatmen. Ziel dabei war es, mit der bewussten Ausatmung die körperliche Entspannung zu verbinden. Diese Übung benötigte 3 Minuten.


Nach diesem Schritt wurde das ganze Verfahren zeitlich erneut reduziert. Aus 3 Minuten ein- und ausatmen, wurden nun 30 Sekunden. 30 Sekunden, etwa 10-12 Mal am Tag, am besten auf jede Stunde verteilt.

Wie man sieht... üben, üben, üben, um am Ende entspannt zu sein. Klingt verrückt.
Wichtig ist,...

... diese Übung in alltägliche Situationen einzubinden. Nicht unbedingt erforderlich, ist die dabei bestehende Angst.

Diese Übung in angsterzeugenden Situationen anzuwenden kommt dann im nächsten Schritt. Aber so weit bin ich dann (zum Glück) noch nicht. 

Bisher kann ich leider noch nicht sagen, ob mir dieses Programm auch wirklich hilft. 
Klar ist man entspannter, wenn man sich für einen Moment nur auf sich konzentriert... ...wenn man sich bemüht, im Alltag etwas Entspannung zu finden.

Aber dazu kommt, dass ich nicht wirklich jede Stunde daran denke, die Übung zu machen.
Gerade im Job ist man doch oft so sehr mit anderen Dingen beschäftigt, dass man gar nicht daran denkt. 30 Sekunden Zeit dafür zu opfern ist natürlich nicht das Problem.
Eher das "daran denken". 

Wie findet ihr am Besten Entspannung und wie viel Zeit nehmt ihr euch dafür?

Liebe Grüße
L.H.P. 


Kommentare:

  1. Ich finde Entspannung in dem ich schreibe oder lese.

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  2. Schwierig. Gut entspannend kann ich mich, wenn ich etwas auf dem Handy daddel oder Schminkvideos bei Youtube gucke. (Sorry an alle Youtuberinnen :D)
    Ich sollte eigentlich auch regelmäßig Progressive Muskelentspannung machen. Aber irgendwie fehlt mir die Zeit und dann mal schnell die Entspannungsübungen zu machen ist auch nicht Sinn und Zweck.

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    1. ja, so ging es mir auch. Dieses "gezwungene So... du MUSST jetzt entspannen", fand ich alles andere als entspannend. Man versucht das irgendwie in seinen Alltag noch reinzuquetschen und macht es doch nur halbherzig.

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