2. Dezember 2015

Einstellungssache

Manchmal im Leben müssen wir Situationen aufsuchen, die uns unangenehm sind, uns Angst machen oder wir Ihnen einfach unsicher gegenübertreten, weil wir nicht wissen, was uns erwartet.
So geht es jedem... 
Diese Situationen können so unterschiedlich sein: Ein Vorstellungsgespräch, eine lange Reise zu einem unbekannten Ziel, ein Konfliktgespräch, ein Arzttermin, bei dem man eine lebensverändernde Diagnose erwartet....
Es gibt so viele Situationen, die Unbehagen auslösen können.



Und gerade als Angstpatient hat man in seinem Leben sooo viele Situationen, die...

... schon allein bei der Vorstellung Schweißperlen auf die Stirn treiben.
Dann genau ist der Moment, wo man überlegt, ob man wirklich sich in diese Situation wagen sollte und ein Risiko eingeht oder ob man den Schwanz einzieht und kneift?!

Oft genug gibt es aber auch Situationen, bei denen man eigentlich gar keine Wahl hat. 
Man muss sie aufsuchen (auch, wenn man behauptet, dass man gar nichts muss...). 
Manchmal sind andere Menschen mit im Spiel, die man nicht enttäuschen möchte.
Oftmals möchte man sich aber auch nicht selbst enttäuschen.
Und gelegentlich hätte das Fernbleiben oder das Vermeiden weitreichende Konsequenzen.
Wie dem auch sei... manchmal gibt es eben nicht die Möglichkeit den einfachsten Weg zu wählen.

Also reißt man sich zusammen, sammelt Informationen über die angsteinflössende Situation und versucht sich so gut wie möglich mental auf das Kommende vorzubereiten (selbst, wenn man weiß, dass das gar nicht funktioniert).
Ab und zu hilft es, oftmals macht man sich aber selbst damit verrückt.

Und gerade dann muss man sich bewusst machen, dass man sehr sehr oft den Ausgang einer solchen Situation selbst in der Hand hat. Man selbst entscheidet, wie angstbesetzt man die Situation aufsucht und mit welchem Gefühl man die Situation wieder verlässt.

Was ich noch lernen muss (und was meines Erachtens ein gutes Hilfsmittel ist), ist die Tatsache, dass man sich einfach mal vor Augen führen muss, dass man aus jeder Situation etwas Positives ziehen kann. Versiebt man ein Vorstellungsgespräch, geht man mit einer Erfahrung nach Hause und kann es beim nächsten Mal besser machen. Bei einer langen Reise kann auch schon der Weg zum Ziel ein tolles Erlebnis werden. Man sieht vieles Neues und erweitert mit jedem Kilometer seinen Horizont. Ein Konfliktgespräch führt dazu, dass man endlich seinen Gedanken Luft gemacht hat und sein Gegenüber weiß, woran er ist. Und selbst der Arzttermin, bei dem man vielleicht eine lebensverändernde Diagnose erhält, führt dazu, dass man sein Leben nicht mehr mit der Ungewissheit leben muss. 

Vielleicht hat man nicht von Anfang an diese Einstellung und vielleicht müssen danach noch ein paar Tage vergehen, bis man es so sehen kann, aber gerade in Vorbereitung auf solche Situationen kann diese Einstellung sicherlich sehr hilfreich sein.

Und am Ende war alles eine weitere Lebenserfahrung...

In diesem Sinne...

L.H.P.

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