11. November 2015

Das Risiko des Lebens!

Im Leben kommt es darauf an, was man daraus macht.

Ich persönlich gehöre schon seit meiner Kindheit zu der Sorte Mensch, die immer auf Nummer sicher geht.
Natürlich würde ich meine Kindheit als unbeschwert beschreiben und es ist auch nicht so, dass ich in Watte gepackt über den Spielplatz rannte. Aber ich habe instinktiv gemerkt, wenn etwas gefährlich war oder gefährlich werden könnte. Ich bin selten wirklich mal ein Risiko eingegangen, sondern habe lieber einen großen Bogen um alles gefährliche gemacht.

Und genau so hat sich mein Leben fortgesetzt. Ich hatte bis heute noch keinen einzigen Knochenbruch (und ich hoffe, das bleibt auch noch so) und wurde noch nie operiert. 
Ich habe aber auch aufgrund dieser nicht vorhandenen Risikobereitschaft vor vielen Dingen Respekt und Ängste entwickelt.
Teilweise begründet und teilweise unnötig.



Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich heute diesen psychischen Ballast mit mir rumschleppe. Klar, es wird Stück für Stück besser... aber...


... auch nur, weil ich mich jedes Mal überwinden muss, für mich ein kleines Risiko einzugehen. 
Aber genau das fällt mir unheimlich schwer, obwohl mir bewusst ist, dass mir nichts passieren kann!?

Was soll schon passieren, wenn meine Befürchtung wahr wird? Was wird dann mit mir passieren? Was wird mit meinem Umfeld passieren? 
Die Antwort lautet: NICHTS!
Vielleicht werde ich von mir enttäuscht sein, vielleicht werde ich peinlich berührt sein... vielleicht aber auch nicht?!
Und dennoch mache ich mir so viele Gedanken um etwas, was für niemanden Konsequenzen mit sich bringen würde.

Zum Leben gehört auch, einfach mal loszulassen und ein Risiko einzugehen. 
Risiken schaffen Freiheiten! Freiheiten, die ich mir in meinem Leben nach und nach geraubt habe. 
Springt man über seinen Schatten ist es möglich, die Welt aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen (manchmal sogar wortwörtlich).
Und dennoch gibt es viele Menschen da draußen, die sich das nicht erlauben. (Ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin!)

Durch meine ewigen Versuche etwas an meiner Situation zu verändern, entdecke ich immer wieder Dinge, von denen ich dachte, ich könnte sie nicht tun, um am Ende festzustellen, dass es überhaupt kein Problem ist. Trotzdem verschafft mir das nicht den Mut mich auch an so viele andere Dinge heranzutrauen. Wieso nicht? Weil ich zu viel darüber nachdenke!

Wieso beschäftigt man sich so viel mit den Konsequenzen, die eintreten, wenn etwas schief läuft, wenn man gar nicht weiß, ob etwas schief läuft? Und was hätte man von all der vorherigen Grübelei, wenn es am Ende doch passiert? NICHTS!

Weniger denken, mehr tun. Risiken kennen, aber nicht davon einschränken lassen.
Wünschst du dir etwas, tue es!
(oder gebe dir zumindest die Chance herauszufinden, ob du es tun kannst, wenn du wolltest)

Das Leben sollte gelebt werden und dazu gehören Risiken.

In diesem Sinne...

L.H.P. 

Kommentare:

  1. du bist auf jeden Fall nicht alleine, mir ging und geht es genauso. In der Kindheit und auch jetzt noch. Ich kann das zwar inzwischen erkennen, aber irgendwie macht es das auch nicht leichter.
    Liebe Grüße

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    1. wohl wahr. Leicht ist es definitiv nicht, wenn man es nicht anders kennt. Überhaupt ist es schwer eine bestimmte Verhaltensweise abzulegen und wenn es dann auch noch darauf ankommt, ein Risiko einzugehen, kommt einem der Einsatz manchmal einfach viel zu hoch vor.

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