4. November 2015

[A-Z] K und L

K... wie Katzen, Knirschen, Kunst und Krankenpflege

Seit dem ich denken kann, gab es immer eine kleine Fellnase in meinem Leben. Aufgewachsen bin ich damals mit dem Kater meiner Mutter. Sein Name war "Tiger" und uns trennte ein Lebensjahr. Er war ein Jahr jünger als ich und die Beziehung zu ihm war eine richtige Hassliebe. Als Kind zog ich ihn am Schwanz durch die Wohnung, woraufhin er mir in die Schuhe pinkelte... hachja, noch heute denke ich an den Dicken. Nachdem Tiger eingeschläfert werden musste, als ich gerade 13 Jahre alt war, holten sich meine Eltern 2 Rassekatzen. Tiger war ein regulärer europäischer Hauskater, aber meine Mutter hatte immer den Wunsch sich eine Norwegische Waldkatze zu holen. Das tat sie dann auch. Und schon gab es wieder Katzen in meinem Leben. Durch die Katzen war es mir nie erlaubt ein eigenes Haustier zu besitzen. Mädchen in meinem Alter hatten oft Kaninchen, Mäuse, Hamster oder ähnliches... dies blieb mir aufgrund der Katzen verwehrt. Als ich dann mit 21 aus meinem Elternhaus auszog, war für mich klar: ein eigenes Haustier muss her. Und da kam "Muffin" in meinem Leben. Muffin ist mein Kater und seit dem mein Ein-und-Alles. Zu ihm habe ich eine ganz besondere Bindung, weil er eben "mir gehört" und wir einfach ein eingespieltes Team sind. Als Muffin dann ein Jahr wurde und seinen Spieltrieb anscheinend nicht genügend ausleben konnte, entschied ich mich dazu, eine weitere Katze in mein Leben zu holen. Zu meinem Geburtstag bekam ich "Mira". Mira hatte in ihren ersten 2 Lebensjahren einiges an Erkrankungen durchmachen müssen... 5 gezogene Zähne, Chlamydien, unbestätigter Verdacht auf Katzen-AIDS... die kleine Maus hat offensichtlich einen Gendefekt, aber seitdem alles behandelt ist, ist sie absolut unauffällig. Optisch einfach nur ziemlich klein geraten für ihr Alter ;)
Ja... und seit dem beide Miezen in meinem Leben sind, weiß ich, dass es immer jemanden gibt, der zuhause auf mich wartet...


Nicht schwer zu erkennen.... Muffin links, Mira rechts
Wer in der Überschrift "Knirschen" gelesen hat, wird vielleicht nicht auf Anhieb wissen, was damit gemeint sein könnte. Dann kläre ich mal auf... 


...ich bin eine Zähneknirscherin...
Seit meinem 13ten Lebensjahr scheine ich nachts zu knirschen. Nicht jede Nacht, nicht kontinuierlich, aber hin und wieder soll das wohl vorkommen. Ich selbst merke davon nichts. Aber als ich davon erfahren habe, habe ich es natürlich abgestritten... wie ein Schnarcher sein Schnarchen verleugnet. Beim nächsten Zahnarzttermin hatte ich dem Arzt aber davon berichtet. Ende vom Lied: Es wurde eine Knirscherschiene aus Plastik angefertigt, die ich nun seit 15 Jahren jede Nacht tragen darf. In den 15 Jahren habe ich mindestens 7 Schienen schon "kaputtgeknirscht". Eigentlich ein guter Schnitt ;)
Knirschen selbst kann verschieden Ursachen haben... Kieferfehlstellung, eine Marotte, Stress...
Bei mir ist wohl Letzteres zutreffend. Das, was mich tagsüber beschäftigt, wird wohl nachts durchs Knirschen kompensiert. Seltsam, was der Körper so mit einem macht!?
Vielleicht reguliert sich das ja eines Tages nochmal. Aber selbst wenn nicht, ist das halb so schlimm. Es ist weder für meinen Partner störend, noch für mich. Also let´s knirsch.

Zum Thema Kunst habe ich eigentlich nicht all zu viel zu sagen. Ich war nie wirklich an Kunst interessiert... also zumindest nicht an dem, was man auf Leinwände bringt. Musik ist da natürlich ein anderes Thema und stellt eine ganz andere Art von Kunst dar.
Vor etwa 4 Jahren habe ich aber das Malen für mich entdeckt. Ich muss dazu erwähnen, dass ich absolut talentfrei bin. Ich bin weder kreativ, noch kann ich gut mit Pinsel und Farbe umgehen. Schon in der Kindheit war es für mich fast unmöglich, nicht über den Rand zu malen.
Aber um auf das Eigentliche wieder zurückzukommen.... begonnen hat das Alles als ich in meiner ersten Wohnung lebte. Dort stand eine riesige Couch vor einer kahlen Wand und lange Zeit habe ich nach etwas gesucht, was diese Wand zieren könnte. Was mich vor allem gestört hatte war die Tatsache, dass das, was mir gefiel, entweder viel zu klein oder viel zu teuer war. In Möbelhäusern war es auch meist so, dass die Leinwände wirklich qualitativ minderwertig bedruckt waren und für einen überteuerten Preis angeboten wurden. Als ich dann eines Tages bei meinem Frisör saß und durch eine Wohnzeitschrift blätterte, fiel mit ein Foto eines Gemäldes auf. Es war absolut simpel, sollte aber 20.000 € kosten und mein erster Gedanke war "tzzz... das kann ich auch". Und so war die Idee geboren. Mein Vater (ursprünglich gelernter Maler und Lackierer) hat den ganzen Keller voller Farbeimer, was natürlich dazu verführte, diese Tatsache auszunutzen. Also verbarrikadierte ich mich im Keller meines Elternhauses und malte los... und noch heute ist es so, dass mir das ab und an passiert. Es hilft mir, Erlebtes zu verarbeiten, den Kopf frei zu bekommen und mich kreativ auszutoben. Und am Ende hat man ein Ergebnis in der Hand, dass einen an teilweise schwere Zeiten erinnert und mir zeigt, dass das Leben trotz alle dem weitergegangen ist ;-)





  


Wer meinen Blog schon länger verfolgt oder mich persönlich kennt, weiß, dass ich vor meinem jetzigen Beruf eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert habe. Zur Krankenpflege bin ich durch ein 2 monatiges Praktikum im Krankenhaus gekommen. Das Praktikum war freiwillig und hatte rein gar nichts mit der Schule zutun. Die Erfahrungen, die ich während dieses Praktikums gemacht habe, waren so prägend für mich, dass schnell klar war: ich will in meinem Leben nichts anderes mehr machen!?
Der Kontakt mit den Menschen, die Interaktion mit den verschiedenen Berufsgruppen (Ärzten, Physiotherapeuten, Verwaltungsangestellten...), das Gefühl etwas Gutes zu tun... das war einfach meins!
Besonders geliebt habe ich die neurochirurgische Station der Klinik. Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann... kurz gesagt: auf dieser Station lagen Menschen mit Bandscheibenvorfällen oder Hirntumoren.
Als ich dann aber 2007 erkrankte und 10 Wochen nicht arbeiten gehen konnte, musste ich eine für mich einschneidende Entscheidung treffen... ich musste mich von dem Traum als Krankenschwester weiterarbeiten zu können, verabschieden und mich neuorientieren.
Aber noch heute ist es so, dass ich viel lieber mit Menschen arbeite, als mit Papier und PC.
Daher versuche ich einfach in meiner heutigen Situation das Beste daraus zu machen...vor allem, weil ich mir sicher bin, dass es vielleicht doch ein wichtiger Schritt war, mich von der Krankenpflege zu distanzieren. (Mehr dazu hier)

L... wie Liebe und Lebensvorstellung

Liebe spielte seit meiner Pubertät eine große Rolle für mich. Ich bin ein absoluter Beziehungsmensch und alles andere ist für mich persönlich nicht vorstellbar. Durch die wenigen, aber langfristigen Beziehungen die ich hatte, habe ich allerdings auch (wie die meisten) Erfahrungen machen müssen, auf die ich äußerst gerne verzichtet hätte. Gerade die Erfahrungen, die ich in den letzten 3 Jahren machen musste, haben mich stark in meinen Ansichten geprägt. Dennoch ist Liebe etwas, auf das ich baue. Ich glaube wirklich, dass eines Tages auch in dieser Beziehung alles gut wird und ich das Gefühl finde "endlich angekommen zu sein".

Und wenn wir schon beim Thema "Liebe" sind, komme ich auch noch kurz auf meine Lebensvorstellung zu sprechen. Als Teenager hatte ich noch die Vorstellung, dass ich mit Mitte 20 meinen damaligen Freund heiraten würde, wir zwei Kinder bekämen und noch sehr lange glücklich miteinander bleiben würden. Und ja, die Beziehung hat durchaus sehr sehr lange gehalten und die Pläne die wir in jungen Jahren schmiedeten waren nicht mehr ganz so utopisch... aber wir haben weder geheiratet, noch Kinder bekommen, was rückblickend betrachtet anscheinend auch gut so war. Nun bin ich 28 Jahre alt und blicke schmunzelnd auf meine Vorstellung vom Leben zurück. Damals hatte ich noch keine Ahnung, dass mein Leben ganz anders verlaufen würde, als gedacht. Ob ich darüber traurig bin? ich denke, dass ich möglicherweise in 10 Jahren zurückblicke und froh darüber bin, dass alles so gekommen. (Mehr dazu hier)

Kommentare:

  1. Ich knirsche auch mit den Zähnen und habe so eine sexy Beißschiene. D: :D Wenn ich die nicht trage kommen allerdings schlimme Schmerzen im Kiefergelenk dazu. Echt fieß!!!!

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    1. Hihi... noch eine im Knirscherclub. Und sag doch bitte nicht Beißschiene... das erinnert mich irgendwie sehr an einen Maulkorb :-D

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