7. Oktober 2015

Hypnotherapie Sitzung 2 (Teil 2/2)

Nachdem ich also von der Toilette kam, ging es mit dem zweiten Teil der Hypnose weiter.

Die Therapeutin führte mich gedanklich wieder zurück in das Umfeld, in dem ich zuvor Entspannung finden konnte (siehe den ersten Teil hier).
Ich war in einer waldähnlichen Umgebung. Ich stand auf einem Weg, um mich herum viele Bäume. Die Therapeutin führte mich ein wenig den Weg entlang bis ich an eine Gabelung kam. Dort sollte ich den schmaleren Pfad nehmen und schauen, wohin er mich führt.
Ich ging also dort entlang... 





...an dichten Büschen vorbei... am Rande des Pfades grünes Gras.... ein Blick in die Ferne war durch die vielen Bäume kaum möglich...

Nach einer Weile kam ich dann endlich am Ende des Weges an. Die Therapeutin gab an, dass ein kleines Mädchen dort auf mich wartete. Und das gewöhnungsbedürftige an einer Hypnose ist, dass das, was die Therapeutin oder der Therapeut angibt, in der Vorstellung dann wirklich existiert. Natürlich kann es auch vorkommen, dass man nicht das sieht, was einem vorgegeben wird, aber auch das hätte dann eine Bedeutung, was ich höchst-interessant finde. 

Nun ja, aber in meinem Fall habe ich am Ende dieses schmalen Pfades wirklich ein kleines Mädchen gesehen. Das kleine Mädchen war ich selbst. Ich würde mal schätzen, dass ich ungefähr 4 oder 5 Jahre alt gewesen sein müsste. Dieses Mädchen stand da und schien zu frieren... sie hatte Angst.
Die Therapeutin bat mich sie anzusprechen und ihr zuzuhören. 
Das hat allerdings in meiner Vorstellungskraft nicht ganz so funktioniert, dennoch war mir klar, dass dieses kleine Mädchen sich verlaufen hat und Angst hatte.
Ich nahm es an die Hand und versuchte sie aus dem Wald herauszuführen.

Um nicht ganz so weit ins Detail zu gehen (denn Hypnose ist ja doch etwas sehr persönliches) überspringe ich nun einen Teil und komme direkt zum interessanten Part.

Die Therapeutin teilte mir mit, dass wir das kleinen Mädchen nun an einen Ort bringen, an dem es warm ist und sie nie wieder allein sein müsste.... unzwar in meiner Blase. 
Ja... ich weiß... das klingt absolut verrückt, aber in Hypnose macht das alles irgendwie einen Sinn.
Also kam dieses kleine Mädchen in die Blase, wo wir ihr ein schönes Zuhause herrichteten... mit vielen Kissen und Decken.... 
In meiner Vorstellung ist meine Blase eigentlich nicht viel mehr als ein kugelförmiger Raum und hat mit dem Organ nicht viel gemein.

In meiner ersten Hypnosesitzung war es ja so, dass ich ein Seepferdchen in meiner Blase sah, was den ständig Harndrang auslöste. Dieses haben wir ja freigelassen und ins Meer zurückgebracht (siehe hier).
Und nun wohnt also ein kleines Abbild von mir selbst in meiner Blase. Ein kleines Mädchen, was Angst hat alleine zu sein und friert.

Obwohl ich weiß, dass das totaler Irrsinn ist, hat aber diese Sitzung dazu geführt, dass ich nun wieder viel bewusster und auch seltener zur Toilette gehe, damit es das kleine Mädchen in der Blase bequem und warm hat... 

Und mit jedem Wort, was ich hier gerade tippe, komme ich mir verrückter vor, als ich es eh schon war :-D

Ich hoffe, ihr versteht was ich damit sagen will.
Diese Vorstellung löst im Unterbewusstsein irgendetwas aus, was dazu führen kann, dass man Erfolge erzielt. Und wenn ein junges Abbild von mir dazu in meiner Blase wohnen muss, soll mir das recht sein... 

Ich lasse das alles jetzt erst einmal auf mich wirken. Richtige Erprobung im Alltag war bisher nicht möglich, weil ich seit einigen Tagen krank im Bett liege, aber ich werde natürlich weiterhin berichten.
Und ob eine weitere Sitzung stattfindet, ist auch offen. Das wird sich dann mit der Zeit zeigen, ob ich weiterhin Bedarf sehe oder das ganze weiterhin für mich vertreten kann.

L.H.P. 

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