6. September 2015

Therapie / Hypnose / Angstbewältigung

Wie ich bereits in meinem Blogpost "Austherapiert" informiert habe, wurde meine offizielle Therapie 2013 beendet. Danach hatte ich noch Anspruch auf Quartalssitzungen (wie der Name schon sagt... einmal im Quartal), welche ich aber nur 2-3 Mal in Anspruch genommen habe.
Ich würde mal schätzen, dass ich nun seit 1 1/2 Jahren nicht mehr bei meiner Therapeutin war.
Im Dezember diesen Jahres sind die 2 Jahre rum, die man benötigt, um wieder erneuten Anspruch auf eine reguläre Therapie zu haben. 
In diesem Zusammenhang habe ich vor ein paar Wochen meine Krankenkasse und meine  "ehemalige" Therapeutin kontaktiert. 
Ich möchte gerne ab Dezember die Therapie erneut aufnehmen, weil schaden kann es mir ja nicht. Im Gegenteil. Zusätzlich zur Hypnose (ein Termin zur nächsten Sitzung wurde bereits vereinbart / also seid gespannt) kann das durchaus eine gute Möglichkeit sein, etwas an meiner Einschränkung zu ändern. 
Nun ja... also die Therapie möchte ich wieder aufnehmen und natürlich dann auch bei meiner alten Therapeutin, da sie nun mal mich und auch meinen Werdegang kennt.




Diese Woche habe ich einen Termin bei ihr... eine Quartalssitzung, da ich ja NOCH austherapiert bin.
Ich bin gespannt, was sie zu meiner Entwicklung der letzten 1 1/2 Jahre sagen wird.
Und...


... ich freue mich sie wiederzusehen, weil sie mich natürlich ein halbes Jahrzehnt begleitet hat.
Die Sitzungen waren nie in engen Zeitabständen. Wir haben uns damals alle  4-6 Wochen gesehen, da ich nun mal nicht so stark therapiebedürftig bin. 
Aber schon alleine jemanden zu haben, bei dem man seinen alltäglich Ballast loswerden kann... ist eine feine Sache.

Ich habe in dem letzten Jahr einige Rückschritte gemacht, aber auch einige Erfolge für mich verbuchen können
Erst vor 2 Wochen habe ich etwas getan, wovor ich mich die letzten 4 Jahre gedrückt habe.
Ich habe bewusst eine Situation aufgesucht, die für mich unangenehm und beängstigend war.
Eine Fahrt über die Autobahn, um anschließend einen Ort mit vielen Menschen und wenig Toiletten aufzusuchen. Und was soll ich sagen... es hat super geklappt. 
Natürlich war ich zwischenzeitlich nervös, durchstreifte mit meinen Blicken die Räumlichkeiten auf der Suche nach "Fluchtmöglichkeiten" (Toiletten), aber alles in Allem war es ein gelungener Ausflug.
Auch meine Begleitung bestärkte mich und umarmte mich vor Freude. 
Und dann steht man da und denkt sich "Verrückt, das hätte ich auch viel früher haben können".

Es gibt immer wieder Tage, an denen ich mich gut fühle, mich traue und gegen die Ängste ankämpfe.
Und dann gibt es wieder Tage, an denen ich einfach nicht mehr kämpfen möchte und mir denke, dass es so auch ausreichend ist, wie es nun mal ist.
Ich denke aber, dass das uns allen so geht. Das hat nicht unbedingt etwas mit meiner Erkrankung zutun. Manchmal sind wir einfach demotiviert
Aber solange man sich immer wieder aufrappeln kann, sollte das alles in einem gesunden Rahmen sein.

Also... in naher Zukunft werde ich also wieder die Therapie aufnehmen (und euch ein Stück weit daran teilhaben lassen) und eine weitere Hypnosesitzung in Anspruch nehmen.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Mir geht es gut und das darf gerne so bleiben! Und mit ein wenig Unterstützung kann es dann auch nur noch besser werden.

In diesem Sinne...

L.H.P. 

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