16. September 2015

Nach 1 1/2 Jahren geht es weiter...

Letzte Woche hatte ich die erste Therapiesitzung nach nun 1 1/2 Jahren und was soll ich sagen... es war, als wäre ich nie weg gewesen. 
Ich fuhr nach der Arbeit dorthin und wurde von der Therapeutin an der Tür warmherzig empfangen. Ich musste noch ein paar Minuten im Wartezimmer Platz nehmen und obwohl ich schon oft dort saß, fühlte es sich diesmal anders an. Ich habe mich verändert in dem letzten Jahr. Nicht drastisch, aber ich saß mit einer Gelassenheit in diesem Wartezimmer, die ich von mir in dieser Situation sonst nicht kannte. 
Nicht, dass man mich falsch versteht... ich war nie wirklich angespannt, nervös oder aufgeregt vor den Sitzungen. Aber meist saß ich dort und war irgendwie bedrückt
Diesmal war es aber so, dass ich froh war, dort zu sein. Ich fühlte mich leicht, selbstsicher und war gespannt darauf, was mich erwarten würde... schließlich gab es einiges zu erzählen.
Als ich rein gebeten wurde, nahm ich Platz und wir begannen mit dem regulären Abrechnungskram... Krankenkassenkarte einlesen, Adresse aktualisieren, Telefonnummern abgleichen etc. 
Das, was man eben tut, wenn man sich über einen längeren Zeitraum nicht gesehen hat.



Anschließend begann die eigentliche Sitzung. Die Therapeutin...


... fragte mich, wieso ich wieder ihre Unterstützung wünsche, woraufhin ich ihr erklärte, dass ich auf einem guten Weg bin, in der letzten Zeit ein paar Dinge erreicht habe, die zuvor undenkbar waren, aber ich dennoch ab und an einen Tritt in den Hintern brauche, damit es mir noch besser gehen kann.
Dann bat sie mich zu erzählen, was sich in den letzten 1 1/2 Jahren getan hat. 
Zu Beginn fiel es mir schwer, da ich erst einmal überlegen musste, was sich überhaupt seit dem getan hat... als ich sie das letzte Mal sah, war ich noch arbeitslos, kam gerade aus der Reha und nahm Medikamente. Meine Schilddrüsenunterfunktion war noch nicht bekannt und auch meine Veränderung im Privatleben waren noch nicht präsent.

Die Therapeutin war oftmals erstaunt, notierte sich viel und stellte viele Fragen.
Alles in Allem war es eine Sitzung, die quasi nur dazu diente, die Therapeutin für die kommenden Sitzungen, auf den neusten Stand zu bringen. 
Wir haben uns ein Ziel gesetzt... eine Steigerung der Lebensqualität.
Die Therapeutin malte sich eine Pyramide, die wir in der nächsten Sitzung mit Leben füllen werden.
Darin werden Ziele vermerkt, die gewünscht und vor allem erreichbar sind.

Bis zum Ende des Jahres haben wir 3 weitere Sitzungen terminiert, so dass wir die eigentliche Therapie, die erst ab Dezember von der Krankenkasse genehmigt werden kann, vorbereiten können.

(**Vor der eigentlichen Therapie stehen dem Therapeutin bzw. dem Patienten 4 Vorbereitungssitzungen zur Verfügung, die in meinem Fall ja nicht benötigt werden, da man sich ja schon lange kennt**)

Ich bin gespannt, ob es mir möglich ist, weitere Ziele, die noch so fern scheinen, zu erreichen.
Und mit einem Menschen an meiner Seite, der mich unterstützt, sollte das ja wohl machbar sein.

Manchmal brauchen wir alle jemanden, der uns anleitet, um das, was wir wollen, erreichen zu können. 

In diesem Sinne...

L.H.P.

Kommentare:

  1. Super, dass es mit deiner Therapeutin gleich wieder so gut gelaufen ist. Dann kann es ja wieder richtig los gehen.

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