30. September 2015

Hypnotherapie Sitzung 2 (Teil 1/2)

Letzte Woche war ich bei meiner zweiten Hypnose-Sitzung und wie auch schon beim ersten Mal bin ich für mich selbst zu ganz neuen Erkenntnissen gekommen.
Es ist erstaunlich, was man in 90 Minuten alles über sich lernen kann. 



Aber komme ich erst einmal zu Anfang...
... ich ging also zu dem vereinbarten Termin und wurde, wie auch schon beim letzten Mal, herzlich empfangen. Nachdem ich meine Jacke abgenommen bekam, setzte ich mich in den "Behandlungsraum". Und obwohl ich die Räumlichkeiten schon kannte, war ich wieder von der Art der Einrichtung fasziniert.
Die Therapeutin hat ein besonderes Händchen, wenn es um das Zusammenstellen von Vintage-Möbeln geht. Klassisch und zeitlos, dabei aber sehr schick.

Die Sitzung begann mit ...


....einer Unterhaltung über Privates und ein paar Anekdoten aus dem Leben der Therapeutin. Als sie mir eine Tasse Tee anbieten wollte, lehnte ich diese ab und begründete dies damit, dass das bei meiner Symptomatik für die Behandlung nicht ganz sinnvoll sei.
Sie schien dies nachvollziehen zu können und berichtete in diesem Zusammenhang von Erfahrungsberichten einiger Patienten, die mit ähnlicher Symptomatik bei ihr in Behandlung waren. 
Und wenn das alles stimmt, was sie mir erzählte, ist es schon erstaunlich, was man durch sein Unterbewusstsein alles erreichen kann!?

Die Therapeutin erkundigte sich nach meinen Erfahrungen nach der ersten Sitzung und erfragte, welche Wünsche ich in die aktuelle Sitzung mitbringen würde. 
Klar... mein großes Ziel ist natürlich das Erreichen von mehr Lebensqualität. 
Aber um mit einem kleinen Ziel zu beginnen, wünschte ich mir mehr Momente, in denen ich einfach gar nicht an meine Problematik denke. 
Und damit meine ich wirklich GAR NICHT.
Denn ich hab durchaus auch so gute Tage, wo ich z.B. während des Einkaufens denke "Hey... heute klappt das ja alles ohne Probleme. Sehr schön"... aber selbst das möchte ich nicht.
Ich möchte einfach gar nicht daran denken müssen... 
Diese Momente gab es schon seit meiner letzten Sitzung... sogar relativ häufig. Aber ich wünschte mir eben, dass dies noch viel häufiger auftritt. 

Bevor die eigentliche Hypnose beginnen sollte, erstellte die Therapeutin einen Plan. Einen Plan, der durch die Hypnose leiten sollte. Ein roter Faden, der am Ende ein bestimmtes Ziel verfolgt.
Diesmal sollte es um "Die kleine Kim" gehen. 
Ich sollte mir erst einmal Gedanken machen, welche Gefühle den Harndrang besonders auslösen. 
Bei mir ist es Unsicherheit... Unsicherheit die zu Nervosität führen.

Sie bat mich, mich so weit wie möglich zurückzuerinnern und erfragte, was zu dieser Zeit dieses Gefühl in mir verursachte. Ehrlich gesagt fiel es mir wirklich schwer mich daran zu erinnern.
Ich erklärte ihr, dass das Alleine-sein als kleines Kind Unsicherheit in mir auslöste... es machte mir keine Angst oder machte mich traurig. Ich gehörte auch durchaus zu den Kindern, die sich alleine beschäftigen konnten, aber dennoch fühlte ich mich alleine ziemlich unsicher.
Und genau das war die Information, die die Therapeutin benötigte, um die Hypnose einleiten zu können.

Teil 1 der Hypnose:
Wie auch bei der ersten Sitzung begann die Hypnotherapie mit einer Entspannungsübung. Ich lag auf dem Rücken, die Augen geschlossen und atmete gleichmäßig ein und aus. 
Mit ruhiger Stimme bat die Therapeutin mich Entspannung ein- und Anspannung auszuatmen. 
Gedanklich flutteten wir jeden einzelne Zelle meines Körpers mit Licht... warmes Licht... Licht, was wellenförmig vom Bauch in alle Extremitäten strömt. 
Klingt merkwürdig... ich weiß, aber in dem Moment fühlte es sich wirklich gut an.
Nachdem der Körper nun "mit Licht durchflutet war", ging es in mein persönliches Entspannungsumfeld... raus in die Natur... leuchtend grüne Wiesen, hochgewachsene Bäume, blauer Himmel, Sonnenuntergang... und je mehr ich in den Zustand der Entspannung gelangen wollte, desto stärker meldete sich die Blase. 
Nach ungefähr 30 Minuten (und das weiß ich nur so genau durch die Tonaufnahme) ging ich das erste Mal zur Toilette. 

Und auch wie bei der ersten Sitzung, war der für mich spannendste Teil der, der nach dieser Entspannungsübung folgen sollte... 

(Der zweite Teil wird am Mittwoch veröffentlicht... bleibt gespannt....)

1 Kommentar:

  1. Du hörst am spannendesten Punkt auf - du solltest Serien schreiben :P Ich finde den Gedanken, dass ich etwas tue, weil ich es jetzt wieder kann, sehr motivierend. Natürlich ist es gut, in Situationen gar nicht an das Problem zu denken. Gleichzeitig bestätigt mich das in meinem Weg :P

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