10. Juni 2015

Hypnotherapie (Die Suche)

Eigentlich wollte ich diese Woche mit meiner "A-Z"-Reihe fortfahren, allerdings gibt es eine kleine Neuigkeiten, die ich euch und meinem Blog natürlich nicht vorenthalten kann.

Vor einiger Zeit hat mich die liebe S. kontaktiert, die (leider) unter ähnlichen, wenn nicht sogar unter den gleichen Symptomen wie ich, leidet.
Nach längerem Kontakt hat sie nun eine Hypnotherapie (also Hypnose) begonnen. 
Sie erzählte mir zuvor von ihrem Entschluss und anschließend auch von ihrer ersten Sitzung.

Natürlich war mir Hypnose schon immer ein Begriff, aber nie habe ich den Zusammenhang mit meiner Erkrankung gesehen.
Erst sie machte mich darauf aufmerksam und weckte in mir die Neugierde.

Hypnose ist eine teure Angelegenheit, da diese nur in den seltensten Fällen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. 
Ich selbst habe mich hier im Umkreis auf die Suche nach Heilpraktikern begeben, der Hypnotherapie anbieten. Bei der Recherche bin ich auf einen Kostenspielraum von 65-150 € pro Sitzung gestoßen (wobei es auch "Sparpakete" und manchmal abweichende Preise bei Folgesitzungen gibt). Die Informationen habe ich mir hauptsächlich über die Internetpräsenzen der einzelnen Anbieter eingeholt. Gravierende Unterschiede der Beschreibung der Behandlung sind kaum zu finden. 



Bei der Auswahl infrage kommender Heilpraktiker habe ich mich hauptsächlich auf Erreichbarkeit, der Vita und dem Gesamteindruck (Bauchgefühl) konzentriert.
Am Ende hatte ich...


... 5 Webseiten in meinen Favoriten gespeichert. Diese 5 Damen und Herren schrieb ich eine kurze E-Mail, in der ich mich vorstellte und kurz meine aktuelle Situation schilderte:


Sehr geehrte Frau _____,

ich wende mich an Sie, weil ich an einer med. Hypnosetherapie interessiert bin.


Ich (28 Jahre) bin seit nun 8 Jahren an einer (so sage ich es salopp) psychischbedingten Reizblase erkrankt, welche mich in meinem Alltag sehr einschränkt.


Ich habe bereits eine 5 jährige Verhaltenstherapie, sowie einen 6-wöchigen Aufenthalt in einer Rehaklinik hinter mir. Alles nur mit mäßigem Erfolg.


Die in der Reha-klinik erfasste Diagnose lautet:- Agoraphobie: Mit Panikstörung- Somatoforme autonome Funktionsstörung: Urogentialsystem


Ein organisches Leiden ist in diesem Fall auszuschließen.


Allerdings führt das psychische Leiden zu somatischen Symptomen.Meine Frage lautet nun, ob ich mit Ihnen einen richtigen Ansprechpartner gefunden habe?


Vielen Dank im Voraus.


Mit freundlichen Grüßen 

Rückmeldung erhielt ich bisher von 3 Heilpraktikerinnen. Durchweg vermittelte man mir das Gefühl, dass man mit Hypnose eine Verbesserung meiner Symptomatik erzielen könnte. Teilweise auch mit Aussichten auf "Heilung" (auch, wenn dieses Wort nie gefallen ist).

Da ich ein relativ skeptischer Mensch bin, werte ich diese Worte eher als Versuch, einen neuen Patienten für sich zu werben... 
Dennoch machten mich die Antworten neugierig auf mehr.

Als ich also die E-Mails erhielt, überlegte ich mir, welchen Schritt ich als nächstes gehen sollte.
Ich entschied mich also dazu, mir erst einmal eine Heilpraktikerin auszusuchen und mit dieser Dame in Kontakt zu treten, um am Ende nicht den Stress zu haben, gleich bei mehreren Anbietern Erstberatungsgespräche führen zu müssen.
Bei der Auswahl dieser einen Dame verließ ich mich vollkommen auf mein Bauchgefühl.
Wer klingt am sympatischsten? Wer verspricht nicht all zu viel, aber macht dennoch Hoffnung?
Der Grundgedanke war: Sollte mir diese Person am Ende am Telefon doch unsympatisch erscheinen, suche ich weiter... 

Meine Wahl ist dann relativ schnell gefallen. Ich kontaktierte diese Dame und führte ein knapp 25 minütiges Gespräch mit ihr. Es war wirklich ein sehr informatives, lustiges und beruhigendes Gespräch. Schon am Telefon hatte die Heilpraktikerin eine beruhigende Art und Weise zu sprechen.
Wir machten einen Termin für Anfang Juli aus.
Laut ihrer Aussage startet man unverbindlich mit 1-2 Sitzungen, um zu sehen, ob Hypnose ein geeignetes Mittel ist und ob der Patient darauf anspricht. Sollte man keinerlei Effekt vermerken (es ist nicht von Heilung die Rede), dann hat man jederzeit die Möglichkeit, das ganze Projekt abzubrechen.

Nun ja... ich bin gespannt, was mich erwartet. Freue mich darauf und das, obwohl ich eigentlich eher skeptisch, als hoffnungsvoll bin.
Ich versuche mich nicht sonderlich mit dem Prozess der Hypnose auseinanderzusetzen, da ich versuchen möchte, so unvoreingenommen wie möglich dem Ganzen entgegenzutreten.

Eine kleine Hausaufgabe habe ich auch bereits erhalten.
Die Hausaufgabe lautet:
"Stellen Sie sich vor, Sie (also ich) haben die Sitzungen bei mir (der Heilpraktikerin) gemacht und Sie würden einige Jahre ihr Leben weiterleben, ohne das wir uns gesehen haben.
Plötzlich treffen wir uns irgendwo in der Stadt... Sie sprechen mich an und man tauscht sich aus.
Sie erzählen mir davon, wie es Ihnen in den letzten Jahren nach der Hypnose ergangen ist....
Was würden Sie mir sagen wollen? Wie würden Sie sich dann gerne fühlen wollen? Was würden Sie sich wünschen, wie Ihr Umfeld Sie nach der Hypnose wahrgenommen hat?"

Der Hintergrund dieser Fragen ist, dass bestimmte Gefühle mit bestimmten Aussagen während der Hypnose projiziert werden sollen. Nicht jeder verbindet mit bestimmten Adjektiven die selben Gefühle. 

Mein erster Gedanke war, dass ich mich anschließend "frei" fühlen möchte. Frei in dem, was ich tue und frei in dem, was ich denke. Ungebunden von Toiletten, ungebunden von der Angst, nicht einhalten zu können.
Ungebunden und frei. Das würde ich mir wünschen.

Sobald ich meine erste Sitzung hatte, werde ich natürlich hier mehr darüber schreiben.
Aber ich wollte euch zumindest wissen lassen, dass ich ein neues Projekt angehen werden, um meinem Ziel hoffentlich ein wenig näher zu kommen.

L.H.P.

Kommentare:

  1. Ich bin gespannt was du darüber berichten wirst!!
    Annie

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  2. Sehr spannend :)
    Vor allem finde ich es gut, das du deinem Bauchgefühl vertraut hast. Es gibt ja überall - in jeder Branche - schwarze Schafe. Leute, die - wie du schon geschildert hast - nur auf neue Kunden/Klienten aus sind, um Geld zu verdienen. Andere wiederum wollen den Menschen tatsächlich helfen! Und das spürt man sofort, in dem eine gewisse Sympathie da ist - manchmal auch ein Geborgenheitsgefühl.

    Gerade in diesem Bereich ist es wichtig, das man sich mit der Person auch gut versteht und vor allem: sich ihr öffnen möchte. Denn nur wenn man sich dem Gegenüber öffnet, ist man bereit die Art, wie derjenige arbeitet, zuzulassen. Man traut sich - in diesem Fall - viel eher sich fallen zu lassen, als bei jemandem, bei dem man skeptisch ist.

    Ich wünsche dir wunderbare Erfahrungen mit deiner Heilpraktikerin und das sich die Veränderungen in deinem Leben einstellen, die du dir wünscht. :)

    Ganz liebe Grüße,
    dannie / <a href="http://omgengelskuss.blogspot.de“>ENGELSKUSS.AT</a>

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    1. Hallo Dannie,

      danke für dein Kommentar.
      Ich bin wirklich gespannt, wie es wird. Aber eigentlich hab ich ja (außer Geld und Zeit) nichts zu verlieren. Und sollte es nicht viel bewirken, habe ich zumindest eine Lebenserfahrung mehr gewonnen.

      Ganz liebe Grüße :)

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  3. Ich würde mir so für dich wünschen, dass es klappt. Finde es super, dass du es versuchen willst und dennoch nicht allzu grosse Erwartungen hast. So kannst du nur positiv überrascht werden.

    Ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass du positiv auf die Hypnose ansprichst. :)

    Sarina G.

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    1. Danke für die lieben Worte :) Ich bin gespannt, ob und was es bringt.
      Ich werde berichten ;)

      Liebe Grüße

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