18. Februar 2015

Update Feb. 2015

Mir ist aufgefallen, dass ich seit längerer Zeit kein Update zu meiner Medikation gegeben habe.
Daher gibt es jetzt mal eine kurze Zusammenfassung...

Zuletzt war es so, dass ich die Dosis meines Psychopharmakons (Amitriptylin) auf 25mg reduziert hatte.
Grund war zum Einen die Gewichtszunahme, die sich aufgrund der Tabletteneinnahme einschlich und ich hatte vor, das Medikament komplett abzusetzen, da ich keinen Nutzen aus der Tablette ziehen konnte.
Nun ist es aber so, dass man Psychopharmaka, die man über einen längeren Zeitraum eingenommen hat, nicht einfach absetzen darf. 
Die Nebenwirkung bei plötzlichem Absetzen könnten zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustands führen, was ich absolut vermeiden wollte.
Also blieb nur eine Möglichkeit... 




...das Medikament "ausschleichen" lassen.
Das bedeutet, dass man über mehrere Wochen die Dosis verringert, bis man an einem Punkt ist, wo man absetzen kann. 
Und das habe ich dann endlich am 18.01.2015 tun können.

Das heißt, dass ich seit diesem Zeitpunkt Psychopharmaka-frei bin. 
Und ich muss sagen, dass es mir weder schlechter, noch besser seit dem ging. 
Dieses Empfinden bestärkt mich in meiner Entscheidung, ohne dieses Medikament zu leben, denn anscheinend hatte es nicht einen so immensen Einfluss auf meine Psycho, wie vielleicht von den Ärzten erhofft.

Leider heißt das Absetzen des Amitriptylins nicht, dass ich nun frei von Chemie bin.
Im Dezember wurde ja (wie bereits hier beschrieben) eine Schilddrüsenunterfunktion bei mir festgestellt, was dazu führt, dass ich nun mein restliches Leben ein Medikament nehmen muss.
Seit ein paar Wochen bin ich nun auf meiner Enddosis eingestellt und war letzte Woche zur Blutabnahme.
Das Ergebnis zeigte, dass die Werte nun so gut sind, dass ich bei der aktuellen Dosis bleiben kann.

Seitdem ich das Medikament über längeren Zeitraum nehme, geht es mir auch psychisch etwas besser. Klar... die Schilddrüse hat Einfluss auf den ganzen Organismus, eben auch auf die Psyche. 
Gerade Menschen mit Schilddrüsenproblemen leiden häufig unter Depressionen.
Ich kann natürlich nicht zu 100% sagen, dass mein aktuelles Befinden auf die Tabletteneinnahme zurückzuführen ist, aber ganz ausschließen würde ich das nicht.

Ich bin gespannt, inwiefern ich noch Veränderungen in Zukunft wahrnehme.

Hat jemand von euch Erfahrung mit einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion?
Wie kommt ihr damit zurecht?

L.H.P. 


I'll be good, I'll be good
And I'll love the world, like I should
Yeah, I'll be good, I'll be good
For all of the times I never could.



Kommentare:

  1. Das ist ja wunderbar, da freue ich mich für dich, du kannst stolz auf dich sein.
    Leider habe ich zu Schilddrüsenunter- und überfunktion nicht viel Erfahrung. Ich kenne zwar 2 Personen, die das haben und auch 3 ohne Schilddrüse, aber ich habe mich damit noch nie beschäftigt, also ob es denn beispielsweise über die Ernährung eine Möglichkeit gibt die Werte glatt zu ziehen. Heutzutage gibt es im Web 2.0 aber zu allem ein Spezialforum o.ä. zum Austausch. Ich würde mich da evtl. mal schlau machen.

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    1. Hey Alexander,
      vielen Dank für dein Kommentar.
      Das mit der Schilddrüse ist für mich jetzt nicht eine derartige Belastung, dass ich mich da durch die Foren im Internet wühlen muss.
      Da allerdings sehr viele davon betroffen sind, wäre es mal interessant zu wissen, ob einer meiner Leser davon betroffen ist und wie das Empfinden dabei ist?!

      Liebe Grüße

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