28. Dezember 2014

Unbekümmert und befreit!

Obwohl man, aufgrund meines Blogs, meinen könnte, dass mein Leben sich fast nur um meine Erkrankung dreht, ist dem (zum Glück) jedoch nicht so.
In manchen Momenten bin ich unbekümmert und erfreue mich an den kleinen Dingen des Lebens. Vor allem bin ich dankbar für die Momente, in denen ich nicht mal einen kleinen Gedanken an meine Einschränkung verschwende.
Situationen, in denen ich die Momente einfach so wahrnehme und genieße, wie sie sind.

Ohne Zweifel, ohne Angst, ohne einschränkende Gedanken.

Und manchmal fällt mir das auch erst rückblickend auf, dass ich so einen Moment erleben durfte.
Dann schießen mir Gedanken in den Kopf, wie "Wow... ich hab ja nicht mal dran gedacht...".
Meist sind das Momente, in denen ich einfach gar nicht denke. Zumindest nicht bewusst.


(Bilder, die ich früher im Kindergarten gemalt habe)

Gerade für Menschen wie mich, die viel im Kopf mit sich selbst ausmachen, sind solche Situationen Erholung pur. Wellness fürs Hirn ;-)
Es atmet sich leichter, der Kopf wirkt...



... nicht mehr ganz so schwer und man spürt dieses Kribbeln in der Brust. Es ist schon fast vergleichbar mit einer positiven Nervosität.
Und genau solche Momente liebe ich.

Aufgefallen ist mir auch, dass gerade Situationen, in denen ich mit Leuten zusammen bin, die von meiner Erkrankung wissen, ich mich freier und unbekümmerter fühle.
Schließlich muss ich nichts verstecken, auch, wenn ich manchmal trotzdem versuche, nicht "unangenehm" aufzufallen. Aber im Großteil bin ich gelöster und denke weniger.

Ich beginne auch, manche Dinge etwas positiver zu sehen, was bei mir schon viel bedeutet, weil ich eigentlich eine vorbildliche Pessimistin bin.
Letzte Woche wurde z.B. eine Schilddrüsenunterfunktion bei mir festgestellt, weswegen ich jetzt mein restliches Leben Tabletten schlucken muss.
Und aus irgendeinem Grund empfinde ich diese Diagnose und die damit zusammenhängende Therapie nicht als Belastung. Viel eher fühlt es sich für mich als Chance an.
Chance, mich zukünftig besser zu fühlen. 

Ich versuche einfach meinen Blickwinkel auf mein Empfinden und die Welt etwas zu verändern.
Ich versuche mich nicht so häufig von meinen melancholischen Gefühlen leiten zu lassen. 
Zumindest halte ich das für einen guten Vorsatz fürs kommende Jahr ;-)

L.H.P. 



1 Kommentar:

  1. Hey (endlich mal wieder),
    tut mir leid, dass ich mich sooo unglaublich lange nicht gemeldet hab. Ich hatte zu viel um die Ohren :/
    Ich finde es echt toll, dass du dich bei Menschen, die von deiner Erkrankung wissen, so wohl fühlst und optimistischer zu werden, ist immer ein guter Vorsatz! :)
    Bei mir ist das nicht unbedingt so, d.h. ich sage relativ schnell relativ viel von mir, stoße aber oft auf Unverständnis. Aber wie erklärt man auch jemandem, warum man sich wie 'ne Bekloppte benimmt? :P
    Ich wünsche dir alles Gute für die nächste Zeit :D,
    Yana

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