19. November 2014

Updates zum Amitriptylin

Nun ist es knapp 10 Monate her... vor 10 Monaten kam ich in die Reha-Klinik und hatte keine Ahnung davon, was mich dort erwarten würde. Rückblickend war das wirklich eine wertvolle Erfahrung und ich konnte viel für mich mitnehmen. 

Vor knapp 9 1/2 Monaten wurde mir auch dort "Amitriptylin" verschrieben, welches ich seitdem auch täglich nehme. 
Wer meinen Blog verfolgt, weiß auch, dass ich mit einer Dosis von 25mg die Therapie begonnen habe, während der Reha auf 50mg aufstockte und im Anschluss an die Reha die Dosis (mit ärztlicher Absprache) auf 75mg erhöhte. Nachdem ich nach einigen Wochen feststellte, dass keinerlei Wirkungsveränderung auftrat, ich jedoch an Gewicht zunahm, entschied ich mich, die Dosis zu verringern.
Somit blieb ich nun eine ganze Weile bei 50mg...



Nach nun 9 1/2 Monaten...


... habe ich mich dazu entschlossen die Einnahme zu beenden.
Ich kann aktuell einfach keinen Nutzen mehr in der Einnahme erkennen. Die gewünschte Wirkung ist nicht eingetreten, habe allerdings weiter an Gewicht zugenommen.
Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich für mich nicht mehr rechtfertigen kann, wieso ich das Medikament überhaupt einnehme. 
Die einzige Wirkung, die ich zur Zeit BEWUSST wahrnehmen kann, ist die Tatsache, dass ich abends besser einschlafe. 
Was den Rest jedoch betrifft, kann ich leider nicht beurteilen, ob eine Besserung aufgrund des Medikamentes oder meiner inneren Einstellung vorliegt. 

Ich weiß allerdings, dass ich nicht über Jahre von einem Medikament "abhängig" sein möchte (Und nein, von diesem Medikament wird man nicht wirklich abhängig. Es wird keinerlei Entzugserscheinungen geben). 

Da dieses Medikament allerdings nicht rapide abgesetzt werden darf, da nach längerer oder hochdosierter Einnahme Nebenwirkungen (wie Panikattacken, Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Schwindel, Bewegungsstörungen, Schlafstörungen) auftreten könnten, muss also das Präparat langsam ausschleichen (über mehrere Wochen die Dosis verringern). Somit werde ich also das Medikament noch ein paar Wochen nehmen "müssen".

Natürlich habe ich in der Reha-Klinik meinen behandelnden Arzt gefragt, was ich später machen soll, wenn ich das Medikament nicht mehr einnehmen möchte. 
Seine Antwort lautete jedoch "Wenn Sie sich stabil genug fühlen, können Sie es jederzeit absetzen".

Ich bin mir darüber im Klaren, dass die Dosis, die ich einnehme, sehr gering ist. 
Jedoch weiß ich auch, dass trotzdem eine schnelle Absetzung Auswirkung auf den Organismus haben kann. Und das möchte ich nun mal nicht, da ich schon genug mit mir zutun habe ;-)

Somit nehme ich seit gestern nur noch die halbe Dosis von 25mg und werd dies auch die nächsten Wochen weiter einnehmen. 
Sollte ich nach Absetzung dieses Medikamentes jedoch bemerken, dass es mir mit dem Präparat besser ging, bin ich nicht abgeneigt, es dann wieder einzunehmen.
Also heißt es: Abwarten...

Ich werde natürlich berichten, sollte ich irgendeine Art der Veränderung aufgrund dessen wahrnehmen.

L.H.P. 

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