24. November 2014

GASTbeitrag NR. 3 ( Vanessa / Depressionen)

Der Beginn

Ich bin krank. Ich habe Depressionen.
Gesteht man sich das selber ein?
Gibt man das gerne zu? 
Meine Antwort dazu: Nein.
Ich bin selber davon betroffen gewesen bzw. grade in dem Prozess, dass es mir besser geht und ich endlich wieder mein Leben geregelt bekomme.
Dennoch ist das der erste Weg zur Besserung, wenn man sich selber eingesteht, dass etwas nicht stimmt und man krank ist. Ja und ich sehe Depressionen als Krankheit an. Leute die wirklich dran leiden sind krank! Punkt! 
Meiner Meinung nach ist es nicht normal, ständig physisch krank zu sein und/oder keine Freude mehr zu empfinden. 
Aber genauso fängt es an. Es ist ein schleichender Prozess. 



Ignoriert man bestimmte Anzeichen? Ich habe es getan und...


... mir immer wieder eingeredet, dass ich weitermachen kann…das bittere Ende war, mehr als ein Jahr, was an mir vorbeigezogen ist, ohne dass ich es wirklich mitbekommen habe.
Und was macht man wenn man einfach nicht mehr kann? An dem Punkt bin ich gelandet und ab da wurde mir auch erst richtig bewusst, was ich mir angetan habe, was mir angetan wurde. Wenn man sich da erst richtig mit auseinandersetzt, dann werden einem die Konsequenzen erst bewusst.

Alles fing damit an als ich Ende 2012 nur noch krank war. Ich hatte wochenlang eine Erkältung, eine Blasenentzündung, eine Mittelohrentzündung, Schmerzen im Schulter/Nackenbereich. War 2 Tage gesund und es begann von vorne!
Nach 2 Monaten und unzähligen Arztbesuchen war mir klar hier stimmt etwas nicht! 
Mein Hausarzt war auch schon in Sorge und meinte zu mir das liegt am Stress und ich müsse unbedingt kürzer treten! 
Und so wie immer waren meine Ausreden: Meine Kollegen! Wer soll einspringen? Ich muss weitermachen! Ich muss zur Arbeit! 
Mir machte nichts mehr Spaß, sogar mein größtes Hobby das Lesen, machte keinen Spaß mehr und ich stellte es nach hinten. 
Immer ausgemergelter schleppte ich mich nach Arbeit und alles litt: Mein Körper, mein Schlaf, meine Seele. Erholung? Freude? Fehl am Platz.
Meine Krankheitsphase zog sich bis Mai 2013, als ich mal wieder eine Entzündung in der Schulter hatte. Ich konnte einfach nicht mehr. Ich konnte mir nicht weiter vormachen, dass es noch eine Zukunftsperspektive gab oder eine Besserung. Mein Körper, meine Seele alles war am Ende der jeweiligen Kräfte. Also ließ ich mir für einen Psychiater einen Termin geben. Was für mich schon ein großer Schritt war, denn dieses Thema ist weiterhin verpönt…
Ich war mit meinem ersten Psychiater nicht zufrieden, da er mich nach 8 Wochen Krankheit wieder arbeiten schicken wollte, ich aber das Gefühl hatte, das es nicht ging. Ich war fast 6 Monate dauer krank gewesen. 
Also holte ich mir verschiedene Meinungen über andere Praxen ein. Und fand tatsächlich eine perfekte Psychiaterin, die mich bis heute betreut.
Genauso wie der erste diagnostizierte sie mir ich habe Depression. 

So begann ich mit der Diagnose Depressionen zu leben.

Vanessa


**AN DIESER STELLE MÖCHTE ICH MICH HERZLICH BEI VANESSA FÜR DIESEN TOLLEN GASTBEITRAG BEDANKEN. IN ZUKUNFT WERDEN NOCH EIN PAAR TEILE VON VANESSAS GESCHICHTE HIER VERÖFFENTLICHT. BIS DAHIN.... SCHAUT DOCH MAL AUF IHREM BLOG VORBEI.**

http://vanessasbibliothek.blogspot.de


Kommentare:

  1. Danke! Ist schön geworden mit dem Bild! Ich freu mich :D

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    1. Ist auch ein toller Beitrag geworden.
      Ich danke dir :)

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  2. Alles was du schreibst kommt mir so wahnsinnig bekannt vor und ich gebe dir recht Deppression ist eine Krankheit. Ich selbst leide darunter und das nun schon seit 10 Jahren. Es ist ein langer harter weg und als ganz geheilt kann man sich meiner Meinung nach nie Betrachten, denn es braucht nur einen minimalen Punkt zu geben, der dich wieder komplet aus der Bahn wirft und das ganze grauen beginnt von neuem.

    Liebe Grüße
    Tashi

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  3. Wow - Tolles Bild dafür genutzt!

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