7. Oktober 2014

[TAG Time] Schreiben, Psyche, Emotionen...

Heute gibt es zur Abwechslung mal wieder ein paar Fragen, die ich beantworte, damit ihr mich ein wenig besser kennen lernen könnt:


  • Worüber schreibst du am liebsten?
    • Das kommt immer ganz auf meine Laune an. Ich schreibe gerne über meine Empfindungen, über Gedanken oder über Erlebtes. Und dann gibt es wieder Tage, an denen ich einfach gerne mal etwas schreibe, was so rein gar nichts mit mir zu tun hat... 
  • Wo schreibst du am liebsten?
    • In der Regel bei mir zuhause. Wenn ich meine Ruhe habe und ich mich einfach auf das einlassen kann, was gerade so in meinem Kopf vor sich geht. 
  • Wann fällt dir das schreiben schwer?
    • Komischerweise fällt es mir schwer zu schreiben, wenn es mir durchweg gut geht. Ich gehöre anscheinend zu der Sorte Mensch, der dann richtig gut schreiben kann, wenn es ihm schlecht geht. Ich glaube, ich brauche einfach nur Gründe zum Jammern und Meckern ;)
  • Von wem würdest du gerne mal einen Brief geschrieben bekommen?
    • Briefe sind nur dann wirklich ergreifend, wenn sie das beinhalten, was man manchmal verbal nicht ausdrücken kann. Also würde ich gerne einen Brief von jemandem bekommen, der mir etwas zu sagen hat, es aber mir vielleicht nicht direkt ins Gesicht sagen kann. Das würde ich als sehr berührend empfinden.
  • Woher kommen deine Ideen für das, was du schreibst?
    • Auch das ist ganz unterschiedlich. Oft ist es das, was ich erlebe. Häufig das, was mir so durch den Kopf geht (gerade angsterzeugende Gedanken oder Zweifel) und manchmal sind es auch nur die Dinge, die ich erlebe und mich berühren.


    • Wie wichtig sind dir psychologische Vorgänge und Gedanken über die eigene Psyche? Warum?
      • Nun ja... ich betreibe einen Blog über meine psychisch-bedingte Einschränkung. Wie wichtig wird mir das dann wohl sein? Sehr wichtig, natürlich. Es ist ja so, dass ich versuche, mich, meine Erkrankung und somit auch meine körperlichen und geistigen Reaktionen zu verstehen. Und um das zu können, muss ich natürlich auch all das beobachten und bewerten. Mein Leben besteht aber nicht nur daraus. Klar, die Angst nimmt sich viel Raum in meinem Leben, aber im Alltag verschwende ich nicht jede Minute damit, an mein Hirngespinst zu denken. 
    • Kennst du psychische Ausnahmezustände bei dir selbst? 
      • Natürlich. Panikattacken gehörten lange Zeit zu meinem Leben und sind zum Glück nicht mehr sehr oft vorhanden. Aber ja... ich kenne diese Ausnahmezustände sehr gut.
    • Warst du schon einmal bei einer Psychotherapie?
      • Um genau zu sein war ich 5 Jahre in Therapie... oft hatten die Sitzungen Abstände von 4-8 Wochen. Mehr Infos gibt es hier
    • Wie kannst du am besten entspannen und dich beruhigen?
      • Ich selbst habe Schwierigkeiten alleine Entspannung zu finden. In normalen Alltagssituationen bin ich eher jemand, der sich ablenkt, um das Gefühl der Anspannung zu verlieren. Aber entspannend ist das natürlich nicht. Wenn ich in einer angsterzeugenden Situation bin, helfen mir Atemübungen vom Qi Gong und gezielte Gedanken, wie z.B. die Stopp!-Methode 
    • Was regt dich auf?
      • Meist sind es meine Mitmenschen. Es gibt einige Eigenschaften, die manche Menschen an sich haben, die mich auf die Palme bringen (was ich aber nie so zeige). Ignoranz, Überheblichkeit, Arroganz, Intoleranz, ....
    • Wann zeigst du deine Emotionen offen?
      • Das tue ich dann, wenn ich das Gefühl habe, von Menschen umgeben zu sein, die diese auch richtig einordnen können. Menschen, die verstehen, wieso ich gerade so reagiere und mich auch ernst nehmen. Und natürlich dann, wenn ich alleine bin.
    • Wann zeigst du deine Emotionen nicht offen?
      • Wenn sie unangebracht sind oder ich eben nicht möchte, das mein Gegenüber meine Befindlichkeit sieht.
    • Wie fühlst du dich?
      • In den letzten Wochen ging es mir deutlich besser, als in den letzten Monaten. Meine Laune ist besser, was sich auch auf meine körperlichen Reaktionen auswirkt. Es ist eben eine psychisch-bedingte Erkrankung... somit kann gute Laune ja eigentlich auch positive Auswirkungen auf meine Einschränkung haben. 
    • In welchen Situationen hast du dich schon immer unwohl gefühlt?
      • Ach... da gibt es so Klassiker. Situationen, in denen ich vor einer größeren Menge Menschen referieren musste. Situationen, in denen ich mich bedrängt fühlte oder das Gefühl hatte, man möchte mich beeinflussen. Situationen, in denen man mir das Gefühl gab, ich hätte keine eigene Meinung. Und in Gesprächen, die deutlich meine Schamgrenze überschreiten. 
    • Wann fühlst du am Intensivsten?
      • In Punkto Liebe, bei Angst, Selbstzweifel und Stolz.
    • Wie sehr hast du immer auf das geachtet, was du fühlst?
      • Das ist eine schwierige Frage. Ich bin eigentlich ein absoluter Gefühlsmensch. Das heißt, ich fälle häufig Entscheidungen, die vom "Herzen" kommen. Da ich aber auch jemand bin, der oftmals ziemlich abgeklärt und überlegt wirkt, habe ich auch sehr häufig einen Konflikt zwischen Herz und Hirn. Und das nervt absolut. Ich habe also schon immer darauf geachtet, was ich fühle und auch oftmals aufgrund dessen Entscheidungen getroffen. 
    • Auf welches Gefühl würdest du gerne verzichten?
      • Auf keins! Viele würden wohl glauben, ich würde "Angst" schreiben. Aber nein... ich glaube, dass Angst schon ein wichtiger Bestandteil im Leben ist. Wo wäre ich, wenn ich keine Angst hätte? Also gar keine Angst? Ich glaube, dann wäre ich schon längst tot. Denn Angst macht vorsichtig. Und wer seine Vorsicht verliert, wird sicher häufig mit seinem Leben spielen. 
    • Welche Menschen in deinem Umfeld haben das feinste Gespür für deine Emotionen?
      • Mir sieht man leider ziemlich häufig an, wie ich mich fühle... meine Mimik und der Ausdruck in meinen Augen verrät mich wohl... leider. Also Menschen, die mich kennen, können mir sehr schnell ansehen, wenn etwas nicht stimmt?!

    Soooo... soviel dazu :)

    Wie sieht es denn bei euch aus? Seid ihr emotional? 
    Wann zeigt ihr eure Emotionen und wann nicht?

    L.H.P. 

    1 Kommentar:

    1. danke für dein Beitrag . Es war interessant so vieles (intimes) über dich zu erfahren. :)
      Ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Keider manchmal zu sehr, aber ich stehe dazu da es eben ein Teil von mir ist seine Gefühle zu zeigen wie sie sind.

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