1. Oktober 2014

Gedanklich vorbereiten?

Manchmal sitze ich einfach da und denke über die Dinge und Menschen nach, die meine kleine Welt bewegen. Meine Gedanken schweifen über das, was aktuell ist; das, was einmal war und das, was sein könnte. Ich grübel über Jenes, was mich belastet (hat) und das, was mich erfreut(e).
Nur manchmal komme ich an einen Punkt, in dem meine Gedanken in eine Sackgasse geraten.

Sackgasse in dem Sinne, dass ich nicht weiß, was ich über den zuletzt bedachten Sachverhalt weiter denken soll.
Keine Ahnung, wohin es führt?! Keine Ahnung, was ich davon halten soll?!

Und egal, wie sehr ich auch grübel und nach "Lösungswegen" suche... ich komme einfach nicht weiter.
Oft führt dieses "Sackgassen"-Denken zu empfundener Hilfslosig- und Ratlosigkeit, selten aber auch zu Ängsten.

Ich bin ein Mensch, der gerne auf bestimmte Situationen vorbereitet ist. Aber manche Situationen sind eben nun mal so, dass man sich nicht gedanklich darauf vorbereiten kann?!
Dazu kommt, dass ich ja üblicherweise vom Worst-Case-Szenario ausgehe, um eben auf das Schlimmste gefasst zu sein. Aber ist das auch immer sinnvoll? 
Das wage ich zu bezweifeln!

Denn wie oft verschenkt man durch diese Denkweise Chancen?


Wie oft lässt an jemanden fortziehen, nur weil man Angst vor einer Enttäuschung hat?
Wie oft lehnt man von Anfang an Dinge ab,...



... ohne sie mal probiert zu haben?
Und wie oft ärgert man sich im Nachhinein darüber, solche Chancen nicht genutzt zu haben?

Dort zu sitzen und nachzudenken, macht es nicht leichter... lässt sich aber nun mal auch nicht verhindern. Die Gedanken kommen einfach so, aus dem Nichts und sind sie einmal da, fressen sie sich einmal quer durch das Hirn.
Jeder, der solche Situationen kennt, kann sich dann auch in etwa vorstellen, wie Angstgedanken auftreten und sich manifestieren.
Auch das sind eben nur üble Gedanken, die sich leise einschleichen und am Ende in eine Sackgasse führen... und genau das ist eben das, was einem Angstpatienten so Angst macht. Alles ist ungewiss und offen... in dem Sinne kann alles Erdenkliche passieren und da der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind, sind da eben auch mögliche Situationen, die Ängste erzeugen können.

Nur, wenn man sich darüber im Klaren ist, dass Gedanken eben nur Gedanken sind und noch lange nicht das wiederspiegeln, was wirklich am Ende passiert, kann man es schaffen, diesen Kreislauf zu durchbrechen und im "Hier und Jetzt" zu leben.

Ich selbst arbeite noch daran, glaube aber zu wissen, wie es in der Theorie funktionieren könnte.
Nun fehlt mir eben nur noch die Praxis.

L.H.P.

1 Kommentar:

  1. Oh ja! Besonders wenn solch beklemmenden Gedanken kommen, ohne Lösungsweg oder einen der mir gar nicht gefallen mag (ich gehe auch vom schlimmsten aus, denn dann kann man nicht enttäuscht werden denke ich immer) mache ich folgendes:
    Ich höre auf damit.
    Klingt einfach und banal. Ist aber schwerer als man meint.
    Oft kommen solche Gedanken und Ängste bei mir Nachts, da ich besonders dann über alles grübel.. und dadurch nicht mehr schlafen kann... dann denke ich mir: Ok, nicht jetzt. Jetzt ist aus, morgen geht´s weiter.
    Und dann am kommenden Tag, wenn ich besser gelaunt bin und die Sache von einer anderen Perspektive aus betrachten kann, so sind diese Ängste nicht mehr so schlimm oder lösen sich mehr oder minder auf.

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