30. Oktober 2014

Ein kurzer Ausflug in die falsche Richtung!

Nach langer Zeit, in der es mir gut ging, war ich kurzzeitig wieder an einem Punkt, an dem ich alles in Frage stellte...
Selbst, wenn eine ganze Weile Ruhe war, so tritt doch immer wieder die Befürchtung auf, die Angst könnte sich wieder vermehrt ihren Weg in mein Leben bahnen.
Und sobald die Befürchtung sich mit Selbstzweifel und Ungewissheit zusammenschließt, gibt es kein Halten mehr. 
Kann ich das? Schaff ich das? Sollte ich es lassen? Möchte ich mir oder ihr/ihm das antun? 
Fragen, die alles noch so Positive zu etwas machen, was ich überdenken sollte.
Fragen, die mich packen und verfolgen.

Das Schlimme ist für mich, dass ich vollkommen klar im Kopf bin. 
Ich merke genau, was mit mir passiert und weiß auch, dass das Alles absoluter Blödsinn ist.
Ich merke, wie schwer mir Dinge fallen, die für andere alltäglich sind. 
Aber wieso? Wieso mache ich es mir so schwer? Wieso krieg ich es nicht hin, meine Angst zu überwinden?



Man könnte meinen, weil ich es nicht mit ganzem Herzen versuche?! Man könnte sagen,...



... weil ich zu schnell aufgebe oder mich in mein Schneckenhaus verkrieche?! 
Aber das ist so nicht richtig...

Ich habe schon viel versucht und stelle mich so manch unangenehmen Situationen. Was soll ich auch anderes machen, wenn ich meinen Alltag bestreiten will?
Ich möchte mich nicht hilfloser fühlen, als ich es schon bin. Und genau das ist das, was mich zumindest ansatzweise noch antreibt.
Der Wille, anderen Menschen nicht zur Last zu fallen und die Hoffnung, dass eines Tages wieder alles gut wird. 

Ich bin 27 Jahre alt und möchte noch so manches im Leben tun, was mir bisher kaum möglich war. Ich habe noch so viele Jahre vor mir, die ich nicht unglücklich verleben möchte.
Was hätte ich davon? Richtig... Nichts!

Also stehe ich jeden Morgen auf, befürchte das Schlimmste und hoffe das Beste.
Ich durchlebe meinen Alltag, liebe und lache. Versuche mir meinen Humor beizubehalten und meine Motivation nicht zu verlieren. 
Manchmal fühle ich mich kraftlos. Wie jeder Sportler, der über längeren Zeitraum versucht, das Maximum aus sich herauszuholen. 
Was macht man dann in dieser Phase? 
Sich darüber bewusst werden, wofür man kämpft.
Hoffen, dass es Menschen gibt, die einen Auffangen, wenn man fällt und helfen, wieder auf die Beine zu kommen, um den schwere Weg fortzuführen. 

Und das ist der nächste Punkt, der mir nicht sonderlich leicht fällt. 
Mir eingestehen, dass ich Hilfe gebrauchen könnte und dann auch die Hilfe anzunehmen.
Hilfe im Sinne von: mentaler Unterstützung. Menschen, die Rücksicht nehmen. Situationen, die extra für mich angenehmer gestaltet werden.
Bislang fiel mir das jedoch häufig schwer. 

Ich würde nicht behaupten, dass dieser kleine und kurzzeitige Tiefpunkt ein Rückschritt war. Viel mehr sehe ich es als kurzen Ausflug in die falsche Richtung, den ich benötigte, um mir wieder darüber bewusst zu werden, was ich brauche und was ich tun sollte.
Also arbeite ich weiter an mir und versuche mich auf das zu konzentrieren, was ich mir so sehr wünsche. 

Besserung!

In diesem Sinne...

L.H.P. 

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