22. September 2014

Spontanität

Ich persönlich gehöre nicht zu der Sorte Mensch, die in ihrem Leben viel Raum für Spontanität gewährt. Um ehrlich zu sein stresst mich Spontanität sogar häufig.
Ich kann nicht sagen, warum das so ist, aber spontane Aktionen und Entscheidungen setzen mich oftmals unter Druck und fallen mir daher ziemlich schwer.

Doch manchmal stelle ich auch fest, dass gerade die Dinge, die man spontan entscheidet, genau die Dinge sind, die das Leben auf eine gewisse Art und Weise besonders machen.
Besonders in dem Sinne, dass sich daraus etwas entwickeln kann, was zuvor so ungeplant und auch unerwartet ist. 
Man schafft sich damit Raum für Neues. Raum für etwas, was durch eine akribische Planung höchstwahrscheinlich nicht so eingetreten wäre oder zumindest nicht den selben Effekt hätte.
Spontanität kann Druck erzeugen... ja... aber genauso kann sie reizvoll sein.



Und vielleicht ist gerade diese Erkenntnis etwas, was mich dazu bringen sollte,...

... auch öfter mal spontan zu sein und mich überraschen zu lassen, was diese Spontanität mit sich bringt?!
Oftmals braucht man vielleicht auch jemanden, der diese Art der Vorgehensweise in einem hervorruft. Jemand, der es schafft, eben diese Spontanität so reizvoll zu machen, dass man gar nicht anders kann, als es einfach zuzulassen.

Und manchmal kann man noch so viele Gedanken an etwas verschwenden, um dann festzustellen, dass diese Gedanken durch einen spontanen Impuls absolut nichtig geworden sind. 

Was hat man zu verlieren, wenn man einfach mal seiner Intuition folgt und der Spontanität eine Chance gibt? Was könnte man gewinnen, wenn man die Zweifel ignoriert und einfach mal etwas wagt?

Für mich hat sich zumindest diesmal gezeigt, dass eine spontane Entscheidung ein paar Dinge so viel leichter machte, als einen Plan zu verfolgen, den man sich Tage zuvor so schön zurechtgelegt hat. 

L.H.P. 

Kommentare:

  1. Ich mag Pläne und hasse Leute, die spontan etwas mit mir machen wollen. Es sei denn, ich hab noch keinen Plan :-) Aber du hast recht: Spontanität ist gut - sie zeigt einem, dass man noch frei ist :.)

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    1. Dann geht es dir ja ähnlich wie mir. Beruhigend, dass ich nicht alleine damit stehe :)

      LG

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  2. Guten Abend.
    Toller Blog. :-)

    Ich wüsste nun gar nicht ob ich spontan bin oder voll durchgeplant. Ich denke eher, dass ich schon mehr der Plantyp bin aber wegen den Kindern. Spontanität ist dennoch mal schön, vor allem dann, wenn unerwartetes passiert.

    Liebste Grüße.

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    1. Guten Abend :)

      Ich glaube, dass gerade Kinder natürlich Einfluss darauf haben, dass man einfach im Alltag mehr plant. Das ist sicherlich vollkommen "normal".
      Spontanität ist sicherlich auch die Fähigkeit, mit unvorhergesehenen oder plötzlich eintretenden Situationen leicht umgehen zu können.
      Und wenn es nur dazu führt, dass man seine eigentlichen Pläne umschmeißt und damit wenig Probleme hat.

      LG

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  3. Du spichst mir aus der Seele. Spontantät mag ich gerne geplant. Also das meine ich z.B so: Sonntags mach ich gern was - und "spontan" entscheide ich mich am Vormittag was ich dann mache. (z.b spazieren gehen, Flohmarkt etc.) Verstehst du? Eine "geplante Spontanität" :)

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