11. September 2014

Hoffnung

Hoffnung ist ein Wort, mit dem man so viel verbinden kann.
Wünsche, Träume, Erwartungshaltungen und manchmal einfach nur eine irrationale Denkweise, die man selbst kaum bis gar nicht begründen kann.

Ich selbst habe schon viel zu oft gehofft, wurde dementsprechend auf viel zu oft enttäuscht und musste lernen, dass man manchmal einfach darauf vorbereitet sein muss, dass manche Hoffnungen eben wie eine Luftblase zerplatzen.

Vielen wird es in der Vergangenheit schon so ergangen sein?! 
Und wahrscheinlich haben auch Einige, aufgrund dieser Erfahrungen, das Hoffen aufgegeben.
Ich selbst kann von Glück davon sprechen, dass es mir bisher nicht so passiert ist.
Ich glaube, wenn man aufgehört hat, sich etwas zu wünschen oder etwas zu hoffen, hat man eigentlich kaum noch einen Anreiz, das, was man Leben nennt, glücklich fortzuführen.


Foto: Sarina Photography                               http://sarinagphotography.blogspot.de/

So sehr ich auch versuche, ein Optimist zu sein... in der Regel bin ich ein Realist und manchmal sogar absolut pessimistisch.
Bei vielen Dingen denke ich "Ach, das klappt eh nicht" und gehe dementsprechend in manche Situationen hinein. Aber würde ich wirklich diese Situationen überhaupt erst aufsuchen, wenn ich vollkommen davon ausgehen würde, dass es nicht funktioniert?

Das denke ich nicht.
Also muss ich trotz aller Zweifel doch insgeheim noch hoffen, dass es funktionieren wird.
Man widerspricht sich also selbst, ohne sich darüber im Klaren zu sein.

Also egal wie hoffnungslos man sich selbst vorkommt.... wenn man ganz genau auf manche Dinge achtet, kann man feststellen, dass man eigentlich ganz anders "tickt", als man zuvor immer dachte.

Wenn ich mir meine Entwicklung in den letzten Jahren ansehe, kann ich ein stetiges Auf und Ab beobachten. Es gab Jahre in denen alles danach aussah, dass ich große Fortschritte mache. Dann gab es wieder Lebensabschnitte, in denen ich dachte, dass das alles doch irgendwie keinen Sinn macht und ich mich damit abfinden müsste, dass alles so ist, wie es nun mal ist.
Und dann gab es Zeiten, in denen mein "Zustand" einfach stagnierte. Zeiten, in denen ich froh war, schon so viel erreicht zu haben und glücklich war, wenn es bleibt, wie es ist. Immer mit der Hoffnung, nicht wieder einen Rückschritt zu machen.

Eins habe ich in der ganzen Zeit gelernt... man darf die Hoffnung nicht aufgeben.
Daher versuche ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit aus all den kleinen Erfolgen meines Lebens Hoffnung für Kommendes zu ziehen. 
Jeder geglückte, lange Waldspaziergang gibt mir Hoffnung. Jede außergewöhnliche Herausforderung, die ich während der Zeit meiner Erkrankung meistern MUSSTE (Vorstellungsgespräche, Probearbeiten, Seminare, längere Autofahrten, Veranstaltungen usw.) gab mir Hoffnung, dass es mit der Zeit einfach besser funktioniert.
Jeder Tag, der "normal" und ohne Gedanken an meine Einschränkung absolviert wird, gibt mir Hoffnung darauf, dass noch ganze viele solcher Tage folgen.

Egal, wie schwer das Leben einem manchmal fällt und egal, wie pessimistisch man oftmals in bestimmte Situation geht... selbst, wenn man für einige Zeit den Glauben an sich selbst verloren hat.... solange man noch ein wenig Hoffnung in sich trägt, ist alles zu bewältigen.

In diesem Sinne...

L.H.P 


An dieser Stelle nochmals ein herzliches "Danke schön" an die liebe Sarina, die mir ihr wunderschönes Foto zur Verfügung gestellt hat. 
Schaut doch mal bei ihr vorbei. Sie hat wirklich tolle Fotos und genau den richtigen Blick, wunderschöne Motive einzufangen.
http://sarinagphotography.blogspot.de/

Kommentare:

  1. Hallo :)

    Wow dieser Text. :) Wunderschön und so echt. Befinde mich zur Zeit gerade öfters in dieser Situation, dass ich an mir zweifle oder mir Hoffung bei einer Sache mache, wo ich eigentlich weiss, dass es sinnlos ist.. Konnte mich in diesem Text richtig wiederfinden. Danke!

    Sarina G. Photography

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank :) Ich finde, dass dein Foto ein toll dazu passt. Deswegen hab ich dich ja auch um deine Erlaubnis gebeten :)
      Un denk dran... du darfst die Hoffnung niemals aufgeben.

      Löschen
  2. Das hast du wirklich schön geschrieben! Ich bin auch schon oft in meinem Leben enttäuscht worden und irgendwann war ich an dem Punkt, da dachte ich mir 'war ja klar, bei mir geht doch eh immer alles schief' .. aber irgendwann war ich dann soweit, dass ich finde, dass man aus jeder Enttäuschung lernen kann und einen riesigen Schritt weiter in seinem Leben kommt! Eigentlich sollte man dankbar sein für jede Enttäuschung, auch wenn es unglaublich schlimm sein kann, denn sie bringt einen immer wieder zurück auf seinen Weg und man kann nur lernen! Und Hoffnung sollte man trotzdem immer haben .. ich finde es gibt nichts schlimmeres als Hoffnung zu verlieren! :)
    Ganz liebe Grüße Viola
    von http://viola-k.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  3. Schön geschrieben :) mehr kann ich dazu nicht sagen.
    Hoffnung ist das, was mich am Leben hält ♥
    Liebe Grüße,
    Yana

    AntwortenLöschen