7. April 2014

Gedankenkarussell

Immer wieder entdecke ich bei mir Phasen, in denen ich beginne zu grübeln.
Und dabei grübel ich nicht über alltägliche Dinge, sondern eher um die Dinge, die für mich von großer Bedeutung sind. Es ist auch nicht so, als würde ich mich zurückziehen und mir dann bewusst über etwas Gedanken machen. Nein, ganz im Gegenteil.... es erwischt mich in Momenten, in denen ich eigentlich nicht damit rechne. Und sobald es einmal angefangen hat, fällt es mir schwer damit wieder aufzuhören.

Ich fange an, Dinge in Frage zu stellen... fange an, mich als Person, meine Einstellungen und meine Lebensweise zu hinterfragen. Ich beginne an mir, meinen Fähigkeiten und an meinen Eigenschaften zu zweifeln. Ich würde mich nicht als depressiv oder gar manisch depressiv bezeichnen, aber immer wieder kommen diese Phasen, die schon leicht depressive Züge haben. Mein Vorsatz, jeden Tag so zu leben, wie er kommt, ist dann auch selten durchführbar. 

Ich habe diese Phasen schon immer gehabt... soweit ich denken kann, war dies immer ein Bestandteil meines Lebens. Diese Phasen hatte auch so ihre Vorzüge, da ich so meine Lebensziele neu positionieren konnte und im Anschluss einen klareren Blick für das hatte, was mir wichtig war. 

(Quelle: http://i47.tinypic.com/9vghsm.jpg)


Allerdings führten diese Phasen auch dazu, dass ich heute mit dem Problem dastehe, welches ich ja hier in diesem Blog thematisiere. Würde ich nicht ständig grübeln und mich selbst hinterfragen, würden meine Ängste wahrscheinlich einen viel kleineren Stellenwert in meinem Leben haben.
Andersrum würde ich höchstwahrscheinlich auch die Dinge weniger wertschätzen, die ich habe und liebe.
Es ist schwierig zu sagen, ob mich diese Phasen mehr blockieren oder fokussieren. 
Ich weiß nur, dass ich mir gerade dann am meisten auf den Keks gehe. Ich neige dazu, Situationen zu dramatisieren und Menschen vor den Kopf zu stoßen, die mir wichtig sind. 
Und erst im Nachhinein wird mir dann klar, dass ich mal wieder 5 Schritte voraus gedacht habe, statt einfach abzuwarten, wie sich bestimmte Situationen entwickeln. 

Ich denke, die meisten Menschen haben solche Phasen.
Aber ich denke auch, dass sich nur wenige von solch wirren Gedanken so arg beeinflussen lassen, wie ich es tue. 

Vielleicht sollte ich einfach mal aufhören, auf mein Hirn zu hören und meinen Bauch, sowie mein Herz entscheiden zu lassen?! Vielleicht wäre das Leben soviel einfacher, würde man einfach mal versuchen, die Dinge weniger rational zu sehen?!
Es heißt ja immer, man soll einen "klaren Kopf" behalten... aber vielleicht ist gerade dies etwas, was dafür alles andere durcheinander bringt?!

In diesem Sinne...

L.H.P.  
(Quelle: http://topyourjob.wordpress.com/author/mechthildbruns/page/3/)




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen