18. April 2014

Angstfreie Momente und ihre Nebenwirkungen

In den letzten 6 Jahren meiner "Erkrankung" ist mir nun schon des Öfteren aufgefallen, dass es immer mal wieder Phasen gab, in denen meine eigentliche Problematik nur kaum bis gar keine Rolle gespielt hat. 
Und klar ist das super... nur sind das oft Momente, in denen ich mich wenig darüber freuen kann.
Wieso? 
Der Grund dafür ist folgender...

(Quelle: http://hope-to-be-thin.chapso.de/ablenkung-s86626.html)



... es gibt (wie bei jedem anderen) auch bei mir Momente und Situationen, die mich so stark ablenken, dass ich gar keine Zeit oder gar Lust (nicht, dass ich die sonst hätte?!) habe, mir über meine Blase und meine Ängste Gedanken zu machen. 
Es sind Momente, in denen ich etwas anderes empfinde, was mir viel mehr Sorge bereitet, als meine Blase.
Wer meinen Blog verfolgt, wird sich nun wahrscheinlich wundern, dass es in meinem Leben noch etwas anderes gibt, als meine Blase...
... aber ja. Auch ich bin (außer meine verwirrenden Gedankengänge) ein ganz "normaler" Mensch mit all den anderen Sorgen, die das Leben so mit sich bringt.

Da wäre einmal der Klassiker.... HERZSCHMERZ.
Und damit meine ich nicht die Schmerzen, die jemand mit einer chronischen Herzerkrankung erleidet, sondern die, die man verspürt, wenn man Liebeskummer hat. 
Liebeskummer, der einem den Atem raubt und man froh ist, wenn die Augen mal für einen Moment trocken sind. 
Dieser Schmerz nimmt mich oft so stark ein, dass der Rest des Körper sich wie betäubt anfühlt. 
Ich fühle nichts... ein wenig Trauer, den Druck in der Brust und sonst.... nichts....
Und in solchen Momenten bin ich so abgelenkt, dass ich überhaupt nicht an meine Blase denken muss.
Natürlich ist das super, aber ich weiß nicht, ob mir der Herzschmerz da wirklich lieber ist?!

Dann gäbe es da noch .... ANDERE KÖRPERLICHE BESCHWERDEN.
Ich bin ein typisches Migränekind. Immer wieder (vorallem bei Übermüdung oder Wetterumschwung) hämmert meine Birne, so dass ich durch diesen stechenden, primären Schmerz so beeinträchtigt bin, dass ich froh bin, wenn ich nur liegen kann und warte, bis die Schmerzen weniger werden. 
Jeder Toilettengang ist dort eine Qual, da man dafür ja den beschwerlichen Weg auf sich nehmen muss.
Und auch in solchen Momenten meldet sich die Blase viel seltener, als an einem "normalen" Tag.
Warum? Weil ich einfach nicht daran denke. 
Aber auch hier muss ich sagen... ich weiß nicht, ob mir die Migräne da lieber ist?!

Zu den anderen körperlichen Beschwerden zählen natürlich auch Verletzungen, die man sich so zuziehen kann. Da ich schon immer ein eher vorsichtiger Mensch war, habe ich zum Glück diese eher selten.
Ab und zu mal eine kleine Verbrennung, eine Schnittwunde oder mal einen Nerv eingeklemmt. 
Und auch diese Schmerzen lenken mich ab (nicht immer, aber oft genug). 

Fazit: Sobald mein Hirn etwas findet, was es so stark ablenkt und somit der Blase keine Aufmerksamkeit mehr schenkt, kann ich relativ befreit meinen Alltag durchleben. 
Leider ist es aber häufig so, dass das, was das Hirn ablenkt, auch nicht dazu beiträgt, dass ich solche Tage besonders genießen kann. Jedoch helfen sie, mir ins Bewusstsein zu rufen, dass es auch anders geht. 
Das ich beschwerdefreier Leben kann, wenn ich einfach mal weniger an meine Ängste denke. 
Und sie zeigen mir, dass physiologisch alles in Ordnung ist und es wirklich "nur" meine Gedankengänge sind, die mir das Leben schwer machen.

Also Kopf hoch und weiter kämpfen.

In diesem Sinne...

L.H.P. 

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