10. März 2014

Reha Teil VII (Résumé)

Nach nun fast einer Woche zuhause, möchte ich natürlich noch festhalten, was mir im Endeffekt die knapp 6-wöchige Reha gebracht hat.
Also als Erstes muss ich sagen, dass ich während meines Rehaaufenthaltes viele liebe Menschen kennen gelernt habe, denen es ähnlich oder auch schlimmer geht, als mir. Fast alle haben in den letzten Jahren viel mitgemacht und sind aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung im Alltag eingeschränkt oder haben aufgrund dessen viele Veränderungen in ihrem Leben in Kauf nehmen müssen. 
Und wir alle waren dort, weil wir die Hoffnung nicht aufgegeben haben, etwas an der Situation zu verändern
Somit saßen wir alle in einem Boot und gaben uns Kraft und Zuspruch.

Des Weiteren muss ich sagen, dass der dort betriebene Sport meinem Körper auch nicht geschadet hat. 
Im Gegenteil.... so straffe Oberschenkel hatte ich noch nie ;-)

Und nun zum eigentlichen Problem....



... zu Beginn meiner Reha habe ich ziemlich häufig die Toilette aufsuchen müssen, was auf die innerliche Anspannung, Nervosität und Unruhe zurückzuführen ist.
Dank eines bemühten Oberarztes und einem verständnisvollen Therapeuten ist es im Laufe der Reha deutlich besser geworden.  
Bisher ist es mir zuhause so ergangen, dass ich knapp die Hälfte meiner vorherigen Toilettengänge einsparen kann und sich meine innerliche Haltung zu diesem Thema etwas verändert hat. 
Ich gehe mit der Situation und vor allem auch mit mir nicht mehr so "streng" um. 
Das heißt, ich versuche mich, meinen Körper und auch mein Umfeld etwas "lockerer" bzw. entspannter zu betrachten.

Ebenso habe ich gelernt, mich auf das "Hier und Jetzt" zu konzentrieren, so dass der fiese "was wäre wenn..."-Gedanke immer mehr in den Hintergrund rückt. 
Natürlich ist es nicht so, dass ich nun geheilt bin und so weiterleben kann, wie noch vor 6 Jahren.
Aber ich merke, dass sich etwas tut und habe somit erneut die Motivation gefunden, an mir und meinem Problem zu arbeiten.

Ich habe während der Reha einige Strategien kennen gelernt, die mir helfen, meine Gedanken etwas mehr zu steuern und Signale meines Körpers bewertungsfreier zu betrachten. 
Jetzt ist es meine Aufgabe, das Erlernte weiter einzuüben, bis es sich verselbständigt und die "schlechten" Gedanken keine Chance mehr haben, sich zu manifestieren. 

Somit kann ich von mir behaupten, dass ich aus den 6 Wochen das herausgefiltert und mitgenommen habe, was ich für eine Genesung gebrauchen kann. 
Jetzt ist es nur wichtig, die dort gemachten Vorsätze in die Tat umzusetzen. 

Aber auch dabei halte ich euch weiterhin auf dem Laufenden.

In diesem Sinne....

L.H.P. 


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