6. März 2014

Reha Teil II (Bericht Tag 1)


Die Klinik erwartete mich um 11 Uhr. Da ich eine relativ kurze Anreise hatte, fuhr ich um 9:45 Uhr los und erreichte gegen 10:30 Uhr die Klinik. An der Rezeption wurde ich herzlich empfangen und erhielt direkt eine kleine Einweisung, sowie die Schlüssel zu meinem Zimmer. 

Da in der Klinik das Trinkwasser aus speziellen Wasserspendern zu „zapfen“ ist, wurde mir bereits an der Rezeption mitgeteilt, dass ich eine Flasche kaufen müsste, mit der ich an den entsprechenden Spendern mein Wasser beziehen könnte. Für 3 Euro kaufte ich mir eine Flasche und begab mich mit meinem Gepäck zu meinem Zimmer. Die Klinik besteht insgesamt aus 4 Häusern, welche miteinander verbunden sind. Mein Zimmer befand sich in dem Haus, welches am weitesten von dem Klinikeingang entfernt war. Der Weg von der Rezeption zum Zimmer verlief durch endlos lange Flure und verwinkelte Treppenhäuser. Während ich mit meinem Schlüssel und meinem Gepäck die Flure durchstreifte, merkte ich, wie die Nervosität langsam nachließ.




Das Zimmer war hell, mit Holzmöbeln eingerichtet. Ein Kleiderschrank, ein eigenes Bad mit Dusche, sowie ein großes Bett, ein Schreibtisch und eine kleine Sitzecke waren vorhanden.

An der Rezeption erfuhr ich direkt, welche weiteren Termine vorerst auf mich warteten. Um 11 Uhr sollte ich zur Patientenaufnahme, sowie um 12:15 Uhr zur Speisesaaleinweisung. Da ich jedoch eine halbe Stunde früher in der Klinik eintraf, hatte ich somit noch 30 Minuten, um mein Zimmer zu beziehen. Ich stellte also meine Koffer in meinem Zimmer ab (wofür ich jedoch zweimal zum Auto laufen musste, da ich soviel Gepäck mitbrachte) und ging direkt zur Patientenaufnahme.

Dort wurde ich von Schwester I. empfangen. Sie erklärte mir, welche Untersuchungen sie durchführen würde (Blutdruckmessung, wiegen,..) und das sie mir einige Fragen stellen müsste.

Zu den Fragen gehörte die allgemeine Anamnese, sowie die Gründe für meine Einweisung. Ich habe mich direkt gut mit Schwester I. verstanden, da ich ja ebenfalls im Gesundheitswesen gearbeitet habe. Wir tauschten ein paar private Infos aus und anschließend erklärte sie mir, welche weiteren Termine an diesem Tag folgen würden. Danach ging ich kurzzeitig auf mein Zimmer, packte meine Koffer aus, um dann anschließend direkt den Speisesaal aufzusuchen. Dort wurde ich, sowie noch ein paar Mitpatienten von dem Küchenchef abgeholt, welcher uns die Besonderheiten der einzelnen Speisen erklärte, den Menüplan erläuterte und uns zeigte, wo wir zukünftig platznehmen könnten. Danach durften wir uns etwas von den dort angerichteten Speisen nehmen. Ich muss jedoch sagen, dass ich von dem Essen nicht sonderlich begeistert war.


Nach dem Essen durfte ich dann auch schon zu meinem nächsten Termin. Ein Arzt wartete auf mich, um die Aufnahmeuntersuchung durchzuführen. Er kontrollierte Atmung, Mobilität, Herz, Allgemeinzustand. Anschließend führten wir noch ein kurzes Gespräch, ich überreichte ihm meine Berichte, die ich von meinen vorherigen Ärzten erhalten habe und ging anschließend wieder auf mein Zimmer. Der nächste Termin erfolgte 30 Minuten später. Ein psychologischer Therapeut, welcher die folgenden Wochen mit mir zusammen arbeitete, wollte natürlich auch noch ein Erstgespräch mit mir führen. Ich erklärte ihm meine Situation, erzählte von meinen Ängsten und meinen Wünschen. Er machte sich Notizen, erklärte mir, welche Therapien er sich für mich vorstelle und entließ mich mit einem Fragebogen, welchen ich bei der Schwester ausgefüllt abgeben sollte.

Um 18 Uhr gab es dann Abendbrot im Speisesaal. Brot, Brötchen, Aufschnitt, Salate und Tee wurde angeboten. Da ich in meinem Alltag normalerweise keine 3 Mahlzeiten zu mir nehme, ist dies natürlich eine Umstellung für mich gewesen. Nach dem Essen (18:45Uhr) wurden meine Mitpatienten und ich im Foyer erwartet. Von dort aus wurde ein Hausrundgang gestartet, bei dem uns die verschiedenen Häuser, Anwendungsbereiche und Besonderheiten gezeigt wurden.

Alles in Allem war es für mich ein ziemlich anstrengender Tag. Die vorherige schlechte Nacht, die anhaltende Nervosität, die stressige Anfahrt, die neue und unbekannte Umgebung, die vielen fremden Menschen und das Gehetzte von Termin zu Termin. 

L.H.P.  

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