8. Januar 2014

Die Stopp!-Methode

Oftmals ist es so, dass uns plötzlich schlechte oder gar angsterzeugende Gedanken packen und nicht mehr loslassen. Vielen ergeht es abends vor dem Einschlafen so. Man liegt im Bett, lässt vielleicht noch den Tag Revue passieren... leise schleichen die Gedanken sich an.... aber sind sie einmal da, ketten sie sich fest und weigern sich, zu gehen. 
Die Einen werden nur sehr selten von solchen Sorgen um den Schlaf gebracht, Andere wiederum haben öfter damit zutun. Was macht man dann?

Wie bereits in dem Post "Hilfe zur Selbsthilfe" beschrieben, lese ich ja ein Buch, in dem mehrere Strategien vorgestellt werden, die helfen mit Ängsten und Phobien umzugehen. Natürlich werden auch solche Arten von Gedanken thematisiert, da diese in der Regel zu Ängsten und Panikanfällen führen (können).

(Quelle: http://www.pilaterie.de/gedankenstop-im-alltag.html)
Eine Methode, die ich vor 2 Tagen für mich entdeckt habe, ist die (Gedanken-)STOPP!-Methode

Diese Methode dient dazu, bestimmte Gedanken und Gedankenkreisläufe zu unterbrechen und zu entkräftigen. 

Es funktioniert wie folgt:
Wenn man sich also dabei "erwischt", dass man sich unnötig sorgt oder in Gedanken gefangen ist, welche einen blockieren, befiehlt man sich selbst das Ganze zu unterbrechen, in dem man sich "Stopp!" denkt. 
Im Anschluss denkt man sich das Wort "Ruhe" und beginnt, bewusst die Muskulatur zu entspannen
Danach konzentriert man sich kurzzeitig darauf, an etwas Positives oder Neutrales zu denken.

Sollte nach Abschluss dieser Methode noch immer ein "schlechter Gedankenfetzen" übrig sein, wiederholt man einfach die Übung. 

Man merke sich also nur die Reihenfolge:
schlechte Gedanken - Stopp! - Ruhe - Entspannung - neutraler Gedanke

Ich persönlich habe mir diese Methode noch etwas, auf meine Bedürfnisse, abgeändert bzw. erweitert. 
Da das einfache vorstellen dieser Wörter für mich nicht ausreicht, um mich aus negativen Gedanken zu "befreien", stelle ich mir dazu noch Bilder vor, die dann die Ablenkung erleichtern.
Wer also feststellt, dass ihm diese Methode zwar zusagt, aber noch nicht den gewünschten Effekt erzielt, könnte es auch damit einmal versuchen. 
Um es noch etwas besser zu erklären. Das Wort "Stopp!" wird in meinen Gedanken auf einem Banner von einem alten Flugzeug durchs Blickfeld gezogen. Das Wort "Ruhe" gleitet mit einer fallenden Feder Richtung Boden. Nachdem die Muskulatur entspannt, stelle ich mir einen Obstkorb vor (so wie in den alten Gemälden / Stillleben). Danach wiederhole ich das Ganze noch einmal und schon merke ich, wie die Gedanken, die ich mir zuvor machte, in den Hintergrund gerückt sind. 
Natürlich ist das keine endgültige Lösung für mein eigentliches Problem, hilft mir aber, mich manchmal wieder aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Wer also mal von unnötigen, quälenden Gedanken geplagt wird, kann es ja mal auf diese Weise versuchen.

L.H.P.






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