29. November 2013

Thanksgiving / Ziele


Die meisten Menschen neigen dazu, sich über Dinge zu beklagen, die ihnen fehlen.
Sie beklagen sich über das Wetter, über ihre Mitmenschen oder über ihren Beruf.
Natürlich zähle ich mich auch dazu. Eigentlich ist dieser Blog nichts anderes, als eine große, virtuelle Tafel mit all meinen Problemen... die Situation mit der Blase bzw. mit dem Kopf, die berufliche Situation, familiäre Missverständnisse, die Einsamkeit, unerfüllte Liebe.... 
Ich weiß, dass es durchaus größere Probleme auf dieser Welt gibt, aber keine, die mich so sehr in meinem Alltag belasten, dass ich sie hier noch zusätzlich aufführen müsste.

(Quelle:http://dankbarkeit.nielskoschoreck.de/)
Gestern wurde in Amerika Thanksgiving gefeiert. Ein Fest der Dankbarkeit?! 
Viel zu selten betrachten wir unser Leben aus dieser Perspektive. Viel zu selten wird uns bewusst, was wir haben und wofür wir dankbar sein können. 
Viel eher neigen wir eben dazu, die Dinge zu suchen, die uns fehlen.


Wenn man aber mal genau darüber nachdenkt, sind doch gerade die Dinge, die uns fehlen, die Dinge, die uns vorantreiben. Würde man sich mit dem zufrieden geben, was man hat, würde man nur so durchs Leben treiben und keinerlei Ansprüche an sich, seinen Partner, seiner Familie oder seinen Beruf haben. Man hätte keine Ziele, die man verfolgt, weil man ja der Meinung ist, dass es einem an nichts fehlt.
Sich nach etwas zu sehnen, ist also eigentlich doch keine so schlechte Eigenschaft, wie zuerst vermutet?!

Aber trotz allem bin auch ich für Vieles dankbar in meinem Leben. Dankbar darüber, dass ich ein Dach über dem Kopf habe, ein selbständiges Leben führen kann, Menschen habe, die mich mögen und akzeptieren, motivieren und aufmuntern, wenn es mir schlecht geht. Dankbar dafür, dass ich Verantwortung für mich und andere übernehmen kann, dass ich eine Familie habe, die mich unterstützt. Dankbar dafür, dass ich meinen Glauben an meine innere Stärke noch nicht verloren habe und jeden Tag die Chance bekommen, weiter an mir zu arbeiten. 

Wofür bist du dankbar? Und wonach sehnst du dich? 

L.H.P. 
 

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