3. Oktober 2013

Rollenspiele

Das Leben ist ein Rollenspiel. Wir alle nehmen jeden Tag mehrfach verschiedene Rollen an. 
Die Rollen der Mutter/des Vaters, der Tochter/des Sohnes... wir sind Arbeitnehmer, Arbeitgeber oder Schüler. Wenn wir uns morgens unsere Brötchen beim Bäcker kaufen sind wir Kunden und gehen wir zum Arzt übernehme wir die Rolle des Patienten. Jeder Tag ist wie ein Schauspiel und wir schlüpfen in verschiedene Rollen, um dem Stück einen Sinn zu geben. 
Und dann muss man noch differenzieren, in welchen Rollen wir uns am liebsten sehen und über welche Rollen wir uns identifizieren

(Quelle: http://www.imptel.odl.org/telework_2/mod11/images/rolkonf2.gif)

 
Ich persönlich habe mich immer über meine Beziehung oder meine Arbeit definiert. 
Ich habe versucht eine gute Partnerin zu sein, war eine gute Schülerin und später eine engagierte Arbeitnehmerin. Und das waren immer die Rollen, auf die ich besonders stolz war. 
Wenn man im Leben an den Punkt kommt, wo einem das genommen wird, worüber man sich definiert, gerät man schnell an den Punkt, wo man sich fragt, wer man eigentlich ist. 

Natürlich gibt es noch andere Rollen im Leben die man einnehmen kann und in denen man vielleicht auch ganz gut ist. Schließlich bin ich nicht nur Partnerin, Schülerin oder Arbeitnehmerin. 
Ich bin auch Tochter, Enkelin, Freundin, Nachbarin und und und. 
Nur sind all das Rollen, die mein Leben nicht so ausfüllen, dass ich mich darüber definieren würde. 

Wir alle schlüpfen in Rollen. Wir alle haben bestimmte Rollen, die wir am liebsten spielen. 
Nur ist uns das oft nicht bewusst. 
Wer denkt schon darüber nach, was sein Leben lebenswert macht?
Selten nimmt man sich die Zeit dazu. 
Nur wenn einem plötzlich das fehlt, worüber man sein Selbstbild definiert, merkt man irgendwann, dass einem doch etwas fehlt.
Das, was einem so wichtig war. 
Und dann verspürt man eine Leere. Eine Leere die zu füllen ist. Das heisst, man muss beginnen, sein Selbstbild zu überdenken und beginnen, sich und sein Leben über andere Rollen lebenswert zu gestalten. 
So lange, bis man wieder an dem Punkt angekommen ist, wo man die Rollen einnehmen kann, in denen man sich wieder am wohlsten fühlt. 

Durch welchen Rolle definierst du dich?
Denk mal darüber nach ...

In diesem Sinne...

L.H.P.


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