28. Oktober 2013

Situationen sehen, wie sie sind

In der letzten Woche habe ich (dank des Buches, was ich mir gekauft habe) eine wichtige Lektion im Zusammenhang mit meiner gesundheitlichen Einschränkung und auch für mein Leben gelernt.

Nicht die Dinge und Situationen, die mir Angst machen, beschränken mich in dem was ich tue... sondern es ist meine Sicht darauf, die mich klein hält. 
Ich habe in den letzten Jahre gelernt Angst vor bestimmten Ereignissen zu haben... egal, ob das befürchtete Ereignis bereits eingetreten ist oder nicht. Tatsache ist, die Angst habe ich mir angeeignet
Angeeignet, wie Andere eine Sprache lernen. Ich habe gelernt Angst zu haben. 


Und nun ist es meine Aufgabe dies wieder zu verlernen



Zumindest muss ich lernen, die Situationen so zu sehen, wie sie sind. 
Und natürlich gibt es dafür einige Strategien, die man anwenden kann.

Vorallem ist es wichtig sich bewusst zu machen, dass die einzelnen Situationen weder gefährlich oder gar lebensbedrohlich für mich, noch für andere sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass meine Befürchtungen eintreten (um es mal konkret zu nennen: mir in die Hosen zu machen) ist so verschwindend gering, dass jeder Gedanke daran sinnlos ist. Denn es ist bisher nicht passiert und rein anatomisch betrachtet, bin ich schließlich gesund.
Und würde man vom schlimmsten Fall ausgehen ... was wäre so schlimm daran, würde es wirklich mal passieren? Es ist weder gefährlich, noch ein Weltuntergang. 
Klar, es wäre unangenehm... aber das sind viele Sachen, wovor man jedoch keine Angst haben brauch.

Wie man sehen kann... ich arbeite an meiner Einstellung.
Natürlich habe ich nicht über Nacht einen Sinneswandel durchlebt, sondern muss mir das, was ich oben beschrieben habe, immer und immer wieder ins Gedächtnis rufen und auf die einzelnen Situationen projizieren.
Ich weiß, dass es nicht einfach wird, aber rückblickend, waren die letzten 5 Jahre nicht einfach.
Somit ist das nichts, was mich überrascht.

Was ich jedoch für mich aus dieser Erkenntnis ziehe, ist, dass es oft im Leben dazu kommt, dass man Situationen anders wahrnimmt, als sie wirklich sind. 
Allein die Änderung einer Sichtweise und die entsprechenden Gedanken dazu, können bewirken, dass Gefühle sich diesbezüglich ändern.
Wir werden nicht immer durch unsere Gefühle geleitet, sondern haben auch die Möglichkeit durch Gedanken die Gefühle zu leiten. 
Man muss es eben nur lernen.

Inwieweit ich diesbezüglich Lernerfolge erzielen werde, werde ich natürlich in den nächsten Monaten hier festhalten. Solange heißt es abwarten und üben, üben, üben...

L.H.P. 




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