30. Oktober 2013

Erfolgte Prozeduren

Da ich bereits seit 5 Jahren mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen lebe, gab es natürlich bereits schon einige Dinge und Behandlungen, die ich über mich ergehen lassen "musste" und die ich ausprobiert habe, um meine Ängste und die daraus resultierenden körperlichen Reaktionen, in den Griff zu bekommen.
Die Beendigung des ersten Einnahmezyklus des homöopathischen Medikaments möchte ich zum Anlass nehmen, um diese bereits erfolgten Prozeduren einmal aufzulisten und zu reflektieren...



Untersuchung im Krankenhaus
Beginn der Erkrankung und der daraufhin aufgetretenden Symptome...
    • Diagnose: Blasenentzündung 
    • Behandlung mit Antibiotika
    • Verordnung: Bettruhe, Brennnesseltee, Weiterbehandlung durch Hausarzt
Da nach 2 Wochen die Symptome weiter bestanden...
  •  Urologische Untersuchung
    • Blasenentzündung erfolgreich behandelt
    • Ultraschall der Blase (Blase leer, obwohl der Körper eine volle Blase suggerierte)
  • Gynäkologische Untersuchung
    • Gespräche zur Symptomatik
    • Reguläre gyn. Untersuchung
    • keine Auffälligkeiten
  • Weitere Behandlung durch Hausarzt
    • Verordnung: Spasmolytika (da keine Erfolge damit erzielt wurden, wurde das Medikament nach einigen Wochen abgesetzt)
  • Termine bei Psychiater Nr. 1
    • Erkennung der Angststörung
    • Behandlung mit Antidepressiva (insgesamt 3 verschiedene Präparate in verschiedener Dosierung ausprobiert / Absetzung der Medikamente, da Nebenwirkungen zu stark)
    • Arbeitsunfähigkeit für ingesamt 10 Wochen festgestellt
    • Psychologe erstellte ärztliche Bescheinigung, dass der zu dem Zeitpunkt ausgeübte Beruf von mir aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann / berufliche Neuorientierung
  • Psychotherapie (insgesamt 60 Sitzungen)
    • Erkennung der auftretenden Angst
    • Umgang mit der Angst
    • Möglichkeiten Angstzustände zu ertragen und zu verstehen
    • Bewältigung des Alltags mit bestehender Angst
    • ...
  • Termine bei Psychiater Nr. 2 
    • keine weitere Behandlung 
    • enttäuschende Gespräche
  • Eigene Maßnahme (noch aktuell!)l:
    • Übungen, der in der Therapie erlernten Strategien
    • Sport
    • Selbsthilfebücher
    • homöopathische Medikamente
    • Suche nach Menschen mit ähnlicher Symptomatik
    • offensives Aufsuchen der angsterzeugenden Situationen

 Noch geplante Behandlung:
  • psycho-somatische Reha-Maßnahme 
    • Antrag wird innerhalb der nächsten Wochen gestellt
    • Hausarzt bescheinigt die Notwendigkeit einer Maßnahme
    • Entscheidung des Versicherungsträgers bleibt abzuwarten
Wie man sehen kann, habe ich bereits Einiges auf mich genommen und ausprobiert, um meine Symptome einordnen zu können und in den Griff zu bekommen.
Man sieht jedoch auch, dass viele Behandlungsmöglichkeiten nicht so erfolgreich waren, wie man sich es zu Beginn erhofft hat. 
Ich habe verschiedene Ärzte aufsuchen müssen, um herauszufinden, dass mein Anliegen nicht körperlicher, sondern psychischer Art war. 
Und musste lernen, dass man sich gerade in dem Bereich zu einem Arzt begeben sollte, wo man sich gut aufgehoben und verstanden fühlt.
Die Einnahme von Antidepressiva war für mich beängstigend und hatte so starke Nebenwirkungen, dass ich mich ohne diese Medikamente sicherer gefühlt habe. 

Wie bei allen Sachen im Leben, muss jeder für sich einen Weg finden, mit Problemen umzugehen.
Viele Menschen kommen mit Antidepressiva sehr gut zurecht und haben nur wenig Nebenwirkungen. Andere (wie auch ich) werfen die Medikamente total aus der Bahn und bremsen den Alltag so sehr, dass Erfolgserlebnisse komplett ausbleiben.
Ich bin froh, all diese Erfahrungen gemacht zu haben.... egal, wie mühselig es am Ende doch war. 
Jedoch konnte ich so herausfinden, welche Behandlungsmethode zu mir passt und womit ich mich am wohlsten fühle. 
Und ja...es lohnt sich zu kämpfen und einige Rückschläge hinzunehmen.... solange man sein Ziel nicht aus den Augen verliert und auch einige Rückschritte in Kauf nimmt, ist es sicher möglich Erfolge zu erzielen.
Auf welchem Weg auch immer?!
Man muss eben nur ein wenig Geduld haben und darf den Glauben nicht verlieren.

L.H.P.


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