9. September 2013

Leidensgenossen

Gerade, wenn man sich mit einem Problem ziemlich alleingelassen fühlt, ist man meist auf der Suche nach Gleichgesinnten und Leidensgenossen
Auch ich habe natürlich ausführlich über meine Problematik recherchiert und bin fündig geworden. 
Ich bin vor ein paar Wochen auf ein Forum gestoßen. Dort habe ich einen Beitrag gefunden, der nahezu meine Situation beschreibt. In diesem Beitrag geht der/die Verfasser/in auf Alltagssituationen ein (die auch mir schwer fallen) und sucht nach Menschen, denen es ähnlich geht. 
Das gesamte Thema beinhaltet bisher 30 Seiten. 30 Seiten, auf denen sich Menschen austauschen, denen es ähnlich geht wie mir. 
(Quelle:http://www.ju-kreisverband-warendorf.de)




Ich war positiv überrascht, wieviele es waren.
Da in der Öffentlichkeit über derartige "Einschränkungen" nicht gesprochen wird, ist es natürlich im "realen Leben" schwierig, Menschen zu finden, die dieses Schicksal mit einem teilen. 
Selbstverständlich sind die Symptomatiken bei Jedem individuell (die Art und Intensität), aber im Prinzip verbindet alle in diesem Forum das Problem, im Alltag eingeschränkt zu sein. Vielen geht es sogar schlechter als mir, was mir natürlich (so gemein das auch klingt) aufzeigt, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass es eben so ist, wie es ist. 
Es zeigt mir, dass sich die jahrelange Arbeit und der ewige Kampf, mit sich selbst, lohnt. 

Es tut gut zu wissen, dass da draußen Menschen sind, die das Ganze sowohl nachempfinden, als auch wirklich verstehen. Und auch, wenn man sich nur durch Worte unterstützen kann und Erfahrungen weitergibt, ist es doch ein tragendes und beruhigendes Gefühl, dass man nicht ganz alleine ist. 

L.H.P. 


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