17. September 2013

Feedback zu "Schicksal oder Zufall?"


Auf meinen Beitrag zum Thema „Schicksal oder Zufall?“ erhielt ich zwei Rückmeldung von zwei anonymen Verfassern, welche mich erneut zum Nachdenken anregten.
An dieser Stelle ein herzliches Dank für dieses offene Feedback und die Erlaubnis, dieses zu veröffentlichen. Ich finde es schön, wenn man sich über solche Themen miteinander austauschen kann: 
(Quelle:https://posteo.de/2013/images/mail_leistungen.png)

Feedback Nr. 1: 
„Meiner Ansicht nach- und da bin ich in Gemeinschaft mit Millionen anderer ;-) - sucht sich die Seele aus, was sie erleben möchte, die Erfahrungen, die sie braucht, um wachsen zu können. Und dementsprechend denke ich, dass das Endergebnis vorgezeichnet ist- aber nicht von einer fremden Macht, denn Gott, Allah oder wie immer man das nennen möchte, zwingt uns nichts auf, sondern wir entscheiden selber, ob wir noch wachsen möchten und inwiefern.

Und das Ergebnis, sei der Weg auch schmerzvoll und steinig, ist immer zu Nutzen unserer Persönlichkeitsentwicklung und damit unserer Seele.

So haben wir vielleicht diverse Wege zur Auswahl, aber das Ergebnis, das Ziel unserer Reise und Suche, das haben wir uns schon gesetzt.“



Feedback Nr. 2: 
Ich schreibe Dir das an dieser Stelle, da hier für mich ein interessanter Ansatz für genau diese Gedanken verborgen ist.
Man sagt ja oft es wäre "gottgegeben", also ist es faktisch das Schicksal, dem wir uns ausgeliefert sehen.
Daran glaube ich eher nicht (ähnlich wie Du?), da es dann überhaupt keinen Sinn machen würde Gebote zu haben, die das
Leben lenken sollen. Was würde es ändern, wenn ich sie beachte oder eben nicht, sofern eh alles vorbestimmt wäre?
Ich glaube schon, dass manche Dinge so etwas wie Schicksal sein könnten. Zum Beispiel das ich bestimmte Personen in meinemch. Zumindest sind diese Dinge nicht wirklich direkt durch uns

beeinflussbar gewesen und durch unser Zutun passiert.

Leben kennenlernen durfte, überhaupt lebe und manches andere au
Andere Dinge können wir sehr wohl beeinflussen. Vielleicht ist manche Richtung in die es im Leben geht so etwas wie Schicksal.
Doch wie wir den Weg ausgestalten, da haben wir sicherlich große Freiräume.

Vielleicht ein passendes Beispiel könnte die Liebe sein...? Liebe können wir nicht machen, nicht erzwingen.
Wir können sie pflegen, ausbauen, genießen, aber niemals herbeiführen. Wir könnten sie jedoch relativ leicht zerstören...
Ist das jetzt also eher Schicksal, liegt es an uns? Wer weiss. Die Antwort habe ich für mich noch nicht gefunden.
Vermutlich liegt sie irgendwo in der Mitte. Wir können also vieles lenken, manche Dinge jedoch müssen wir als von außen bestimmt einfach akzeptieren und etwas draus machen.“
 


vielleicht gibt es doch so etwas wie Schicksal, was dazu führt, dass man bestimmte Dinge erlebt oder manche Menschen zusammenfinden (sei es auf freundschaftlicher Ebene oder im Bezug auf Liebe). Gerade bei Beziehungen, die über längere Distanz entstehen und auch halten… wo die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass diese Menschen sich ohne bestimmt Ereignisse kennengelernt hätten… da ist der Glaube an Schicksal für mich nachvollziehbar.
Der Gedanke daran, dass eine Liebe vorherbestimmt ist, ist natürlich ein schöner und auch romantischer Gedanke… obwohl die Wissenschaft ja diesbezüglich einfach von Impulsen im Zentralnervensystem und endogenen Opiaten des Hypophysenzwischenlappens sprechen ;-)
Aber soweit wollen wir jetzt nicht gehen … ich denke, dass der Gedanke an etwas Vorherbestimmtes den meisten Menschen eine Art Sicherheit verschafft und in schwierigen Situationen als Sündenbock herhalten muss. In der Regel wählen wir ja den einfachsten Weg und das wäre nun mal dieser.
Aber wie bereits beschrieben, weigere ich mich das Schicksal für alles in meinem Leben verantwortlich zu machen.
Ich glaube, auf die allgemeine Frage „Schicksal oder Zufall?“ wird man nie eine Antwort bekommen. Aber im Prinzip ist das ja gar nicht erforderlich. Wir glauben schließlich an das, womit wir uns am wohlsten und sichersten fühlen.
Und vielleicht ist es ja auch das Schicksal mancher Menschen, nicht an das Schicksal zu glauben ;-) 

In diesem Sinne… 

L.H.P. 

 


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