23. September 2013

Das bewusste Überschreiten von Grenzen

In der Regel ist es so, dass vor bestimmten Situationen meine Gedanken verrückt spielen. 
Ich stelle mir jegliches Worst-Case-Szenario vor, damit ich auf alles vorbereitet bin, was passieren könnte. 
Diese Gedanken machen vorab schon so nervös, dass ich auch darüber nachdenke, ob ich mein Vorhaben nicht verschieben oder gar unterlassen kann. 
Wenn es jedoch Termine sind, die wahrgenommen werden müssen oder ich etwas zutun habe, was bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt sein muss, ist es jedoch so, dass ich eben meine Ängste überwinden muss.
Gerade dann ist das, was sich in meinem Kopf abspielt, nicht besonders förderlich. 
Ich bin froh, dass sich daraus keine Blockade entwickelt, sondern häufig nur eine gewisse Anspannung, die mit dem Vorhaben verbunden ist.

Nun ist es also so... alle Wort-Case-Szenarien sind in meinem Kopf bereits eingetreten, meine möglichen Reaktionen darauf (sowohl körperlich, als auch bestimmte Handlungen) sind gecheckt und meine Nervosität steigt. 
Und trotz allem stelle ich mich der Situation, um mir selbst zu beweisen, dass meine Ängste unbegründet sind.
Häufig ist es auch so, dass ich das Ganze gut meister und direkt im Anschluß stolz auf mich bin und den Moment genießen kann. 

Auch das ist etwas, was ich während der Zeit meiner Therapie gelernt habe. Erfolgserlebnisse wahrzunehmen und daraus zu lernen; Grenzen (in meinem Kopf) festzustellen und diese bewusst zu überschreiten

Oft wünsche ich mir jemanden, der mit dabei hilft... jemand, der mich an die Hand nimmt und mit mir diesen (für mich doch schwierigen) Weg geht. 
Solange dies aber nicht der Fall ist, muss ich die Hürden allein überwinden und meinen Körper jedes Mal auf ein Neues herausfordern.
Aber solange man im Anschluß mit einem Erfolgserlebnis belohnt wird, ist es die Mühe wert.

L.H.P.

(Quelle: http://www.weidenholzer.eu/?p=5673)


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