15. Februar 2017

**Zwischenpost** - Gedankengänge XV

Was wäre, wenn wir genau so sind, wie wir sein sollen?
Was wäre, wenn wir genau an dem Ort uns befinden, wo wir hingehören?
Wenn wir genau die Erfahrungen machen sollten, die wir bereits gemacht haben, um der Mensch werden zu können, der wir genau heute sind?
Was wäre, wenn wir auf die Menschen treffen, die in der Weiterentwicklung unserer Selbst vonnöten sind?
Menschen, die eine Aufgabe darstellen... Menschen, die uns weiterbringen... 
Was wäre, wenn manche Situationen und Erfahrungen uns bisher erspart blieben, weil sie zu dem Drehbuch unseres Lebens einfach nicht passen?
Wenn wir einfach nicht mit den Ereignissen klarkommen würden oder nicht gefestigt genug dafür sind, diese Prüfungen zu meistern?
Was wäre, wenn wir wirklich nur die Aufgaben gestellt bekommen, die wir auch bewältigen können, auch, wenn es für uns auf den ersten Blick nicht so aussieht?
Was wäre, wenn manche Menschen oder Situationen erst dann in deinem Leben auftauchen, wenn genau der richtige Zeitpunkt dafür ist? 
Wenn zuvor einfach nicht Platz dafür in deinem Leben gewesen wäre, obwohl es sich für dich so angefühlt hätte?
Wenn andere Menschen erst gehen müssen, um für neue Personen Platz zu schaffen?
Was wäre, wenn sich in unseren Leben vielleicht alles so fügt, wie es zu sein hat? 
Wenn ein Happy-End nicht unbedingt wie ein Happy-End aussieht? 
Was wäre, wenn wir uns unser ganzen Leben lang an einem roten Faden entlang hangeln und schon vorbestimmt ist, wann dieser Faden zu reißen beginnt?
Was wäre, wenn unerwartete Vorkommnisse gar nicht so unerwartet sind, sondern für uns einfach nur unerwartet kamen?
Wenn es sich wie eine Überwindung anfühlt, es aber eigentlich keine war, weil man ja nur Aufgaben gestellt bekommt, die man meistern kann?
Was wäre, wenn wir alle die gleichen Attribute in uns tragen und uns nur darin unterscheiden, welche Ausprägung bestimmte Attribute haben?
Wenn wir alle Millionen von Fassetten haben, aber jeder eine bestimmte Fassette dominiert?


Was wäre, wenn es nicht so wäre?



L.H.P.

1. Februar 2017

Es geht voran...

Neue Erfahrungen sammeln, neue Menschen kennen lernen, sich selbst in neuen Situationen wiederfinden....

Ich nehme nun seit gut 2 Wochen meine neuen Tabletten ein, welche mir die Urologin verschrieben hat. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!
Wer jetzt einen Bericht über eine "Wundertablette" lesen möchte, sollte nicht weiterlesen ;-)
Dennoch kann ich bisher nur Gutes darüber berichten. 
Die Tablette ist dafür da, die Blasenmuskulatur zu beruhigen und möchte damit bewirken, dass das Blasenvolumen gesteigert sowie die Zeiten zwischen den Toilettengängen maximiert wird.



Ebenfalls habe ich ja auf eigenen Wunsch Beckenbodengymnastik verschrieben bekommen. Wer bereits einmal eine Überweisung/ ein Rezept für eine physiotherapeutische Behandlung bekommen hat, weiß, dass man...

18. Januar 2017

Ich bin noch da!

Das Jahr ist nun schon 18 Tage alt und bisher habe ich mich hier nicht zu Wort gemeldet.
Aber das wird nun geändert... das Jahr beginnt auch nun offiziell hier!




Das letzte Jahr endete für mich in mancher Hinsicht nicht ganz so berauschend, wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte. Nach einer heftigen Angstattacke im Auto und einem kleinen Nervenzusammenbruch nachdem ich dann endlich mein Zuhause erreichte, war aber dann alles soweit in Ordnung.
Um der Angstattacke nicht allzu viel Gewicht zu geben, gebe ich nur eine kurze Zusammenfassung dazu preis:
Ich hatte...

30. Dezember 2016

Das war´s... 2016...

Verrückt wie die Zeit vergeht... wieder ist ein Jahr vorbei.
Ein Jahr, dass wirklich ein ganz Besonderes war... und das nicht mal im positiven Sinne.

So viele Menschen mussten sterben, so viele Menschen wurden aus Ihrer Heimat vertrieben und so viel Gewalt und Terror herrschte in diesem Jahr!? 
Natürlich gab es das schon immer, aber irgendwie war es dieses Jahr besonders heftig.

Wenn man sich die Schlagzeilen des Jahres so ansieht, kommen einem die eigenen, kleinen Probleme noch unbedeutender vor.

Aber dennoch möchte ich zum Ende eines Jahres einen kleinen Rückblick geben:

Auch im Jahre 2016 hat meine Angststörung mir das Leben in vielerlei Hinsicht erschwert.
Ich habe versucht meinen Fokus mehr auf meine Gesundheit zu richten (siehe hier), was mir auch den Großteil des Jahres gut gelungen ist. Nachgelassen habe ich erst seit etwa 4 Monaten, wobei ich dafür auch Gründe habe. Ich habe schlichtweg meinen Fokus zur Zeit auf etwas anderes gelegt... nämlich aufs "Glücklich sein und genießen". Dazu komme ich aber später noch ;-)

Schon im Februar bekam ich eine Panikattacke (siehe hier), mit der ich in dem Moment leider nicht umzugehen wusste. Panikattacken sind mir nicht fremd (siehe hier) und sie werden mich sicherlich auch im nächsten Jahr hin und wieder belästigen. Aber Aufgeben ist keine Option !

Ein Highlight des Jahres 2016 war für mich definitiv etwas, was für die meisten Menschen zum Alltag gehört.... ich bin Bus gefahren. Ganz freiwillig war es nicht, aber für 5 Tage war es mein einziges Transportmittel und ich hatte teilweise sogar wirklich Spaß dabei. Viele, viele Jahre bin ich nicht mehr mit dem Bus gefahren, habe mich vollends auf mein Auto verlassen und plötzlich blieb mir keine andere Möglichkeit... und was soll ich sagen?! Es hat wunderbar funktioniert (siehe hier).

Ebenfalls habe ich euch von meinem alltäglichen Schauspieltalent berichtet (siehe hier), habe euch von meiner Beziehung zur progressiven Muskelentspannung erzählt (siehe hier), habe mit euch einen weiteren Geburtstag "gefeiert" (siehe hier) und habe mich darüber ausgelassen, wie die Entwicklung psychischer Erkrankungen heutzutage ist und wie die Gesellschaft damit umgeht (siehe hier).

Besonders war auch, dass ich mich endlich wieder zum Urologen wagte. Natürlich war ich bereits in der Vergangenheit bei einer Urologin, um meine Problematik auch von dieser Seite beleuchten zu lassen. Aber seitdem sind viele Jahre vergangen und irgendwie hatte ich mich mit meiner Situation abgefunden. Ganz im Sinne von "Es ist eben psychosomatisch... wie soll mir da ein Urologe noch helfen können?". Nachdem ich allerdings 2016 meinen Hausarzt wechselte und dieser mit eine urologische Praxis empfahl, raffte ich mich wieder auf und ging dorthin. (siehe hier, hier und hier).

Am Ende des Jahres habe ich mir vorgenommen, einfach mal ruhiger zu werden.., einen Gang zurückzuschalten (siehe hier) und ich kann jetzt schon sagen... die meiste Zeit gelingt mir das (NOCH) nicht. Aber ich werde daran arbeiten :-)

Auch in meinem Privatleben gab es ein Auf und Ab. So zermürbend das Jahr begann, so hoffnungsvoll und zufriedenstellend endete das Jahr für mich.
Ich habe endlich einen Partner an meiner Seite, der mich glücklich macht, mich zu schätzen weiß und dem ich als Person vollkommen ausreiche. Schon 2016 haben wir einiges dafür getan, uns eine gemeinsame Zukunft aufzubauen und ich bin sehr zuversichtlich, dass 2017 diesbezüglich ein aufregendes und tolles Jahr werden kann.
Mit dieser Art von "Rückendeckung" wird sicherlich noch das ein oder andere Hindernis niederzuschmettern sein. Davon gehe ich aus.

Und dann werde ich ja auch noch 30.... 30..... das muss sacken.... ;-)

Aber bis dahin habe ich sicherlich noch einiges zu berichten....

Ich hoffe, ihr hatte alle ein (den Umständen entsprechendes) angenehmes Jahr 2016.

Ich wünsche euch für das kommende Jahr viele Ziele, die ihr zu erreichen versucht.
Ich wünsche euch viel Kraft für Situationen, die vielleicht nicht einfach werden, aber als Lebenserfahrung wichtig sind.
Ich wünsche euch Menschen an eurer Seite, die sich mit euch freuen, wenn es euch gut geht, aber auch nicht von eurer Seite weichen, wenn es euch schlecht geht.

Ich hoffe, ihr werdet mich im nächsten Jahr weiterhin begleiten und mich an euren Erfahrungen teilhaben lassen :-)

Vielleicht habt ihr ja ein paar gute Vorsätze fürs nächste Jahr?! Oder hattet ihr vielleicht Vorsätze für dieses Jahr, die ihr umsetzen konntet?



Bis im nächsten Jahr


L.H.P.





14. Dezember 2016

Einen Gang zurückschalten

Jahrelang habe ich mich damit profiliert, schnell meine Aufgaben zu erledigen, neue Situationen schnell zu begreifen und darauf zu reagieren und dennoch sorgfältig zu sein.
Egal, ob in der Ausbildung oder später im Berufsleben.
Auch privat habe ich mir oftmals Gedanken und Stress gemacht, die/der völlig unnötig ist/war.
Aber das soll jetzt anders werden...

... in den letzten beiden Therapiesitzungen ist mir klar geworden, dass ich mir in meinem Leben einen so immensen Druck mache und dabei vergesse, was es heißt, zu leben.
Ich muss lernen Situationen als die solche wahrzunehmen, die sie sind und nicht als Aufgabe, die zu bewältigen ist. 

Einfach mal die Geschwindigkeit aus meinem Alttag nehmen und mich auf mich besinnen.
Das klingt so einfach und ist dennoch so schwierig umzusetzen.
Ich selbst muss lernen,...

30. November 2016

Das Gefühlshaus

Nun endlich melde ich mich auch mal wieder... 
... nachdem ich letzte Woche krank war und mir zuvor irgendwie die Zeit fehlte, habe ich mich nun mal wieder hingesetzt und für euch in die Tasten gehauen.

In den letzten Wochen gab es allerdings auch nicht viel zu berichten. 
Aber das wenige möchte ich euch ja nicht vorenthalten, daher beginne ich einfach mal von Vorne:

Ich hätte Anfang des Monats eigentlich einen Termin bei einem Psychiater gehabt, welchen ich allerdings absagte. Grund dafür war, dass es ein Folgetermin sein sollte. 
Als ich vor einigen Wochen bei dem Arzt war, verschrieb er mir ein Antidepressivum, welches ich mal "ausprobieren" sollte (siehe hier). Es war vorgesehen, dass ich das Präparat 3-4 Wochen einnehme und wir uns dann wiedersehen, um zu besprechen, wie es mir damit geht. 




Einige Zeit später ging ich ja dann zu einer Urologin, welche mir ebenfalls ein Medikament verschrieb (siehe hier). Dieses Medikament solle...

2. November 2016

[A-Z] W und X

W... wie Werdegang, Wünsche und Würde

Wenn ich zurückblicke, kann ich mit Sicherheit behaupten, dass ich mir vor 10 Jahren nicht vorstellen hätte können, dass mein Leben mal so holprig verlaufen würde.
Ich hatte einen kleinen, aber feinen Plan für meine Zukunft. 
Ich war in einer festen, langfristigen Beziehung. Hatte den Wunsch und das Ziel Krankenschwester zu werden. Ich war bereits bei meinen Eltern ausgezogen und stand somit auf eigenen Beinen. Ich adoptierte mein erstes eigenes Haustier und war größtenteils selbstständig. 
Und dann kam die Erkrankung aus dem Nichts... stellte alles auf den Kopf.
Ich brach meine Ausbildung ab, die Beziehung ging in die Brüche, ich zog aus meiner ersten Wohnung aus und war 5 Monate räumlich von meinen Haustieren getrennt. 
Ich musste in jeglicher Hinsicht wieder von Vorne anfangen. Mich aufrappeln.
Zum Glück sind nicht all diese Dinge gleichzeitig passiert, aber in einem relativ kurzen Zeitrahmen.
Heute... knapp 10 Jahre später kann ich zumindest einige (für mich persönliche) Erfolge verbuchen: Ich habe eine neue Wohnung gefunden und lebte 4 Jahre allein mit meinen Miezen, ich habe erfolgreich eine weitere Ausbildung abgeschlossen, die überhaupt nichts mit meinem eigentlichen Traumberuf zutun hat. Ich habe gelernt und vor allem lernen müssen, alleine zu sein. Ich habe eine neue Liebe gefunden...
Niemals hätte ich gedacht, dass mein Werdegang so verlaufen würde. Aber nur, weil man etwas nicht erwartet, heißt es noch lange nicht, dass es automatisch schlecht sein muss.
Im Gegenteil... ich denke schon, dass ich stolz auf das sein kann, was ich erreicht habe. 
Ich habe mich nicht vollends unterkriegen lassen. Habe den Anschwung gefunden, um am Ende wieder auf meinen Füßen zu stehen.
Und wenn mir diese Zeit eins gezeigt hat, dann: Dass keine Situation aussichtslos ist. Es gibt immer einen Weg. Egal, wie lange man benötigt, um sein Ziel zu erreichen.



Neben dem großen Wunsch, irgendwann...