4. April 2018

Meine Therapeutin wäre stolz auf mich...

Wieder sind die Wochen ins Land gezogen und zack... schon ist April.

Ich fahre nun schon seit mehr als 4 Wochen endlich mein neues Auto. Modern, praktisch und optisch ein kleiner Hingucker. Das hochwertigste Auto, welches ich jemals besessen habe. Selbst die Männer in meiner Familie sind von dem keinen Flitzer begeistert. Aber wenn man mehr Geld investiert als sonst, sollte man am Ende auch mehr herausbekommen als sonst... sollte man meinen 😉 Sitzheizung, Parkassistent, Klimanlage, Berganfahrassistent, Panoramadach... Schnick-Schnack wohin man schaut und obwohl ich vorher sehr skeptisch war, mich gar gefragt habe, wofür man so viel Technikkram überhaupt braucht, bin ich jetzt gar nicht mehr so abgeneigt und finde manche Funktion sogar sehr praktisch. Fazit: Es war eine gute Entscheidung sich endlich von dem alten Wagen zu trennen. Trennungen sind manchmal durchaus gesund.




Kurz danach habe ich für mich eine Entscheidung getroffen, die für mich bis zu diesen Tag undenkbar gewesen wäre. Ich habe...

21. Februar 2018

Drunter und drüber und wieder zurück

Die Zeit wird es zeigen... sagt man so schön. Viel Wahres ist dran. Man muss nur Geduld haben.
Die Zeit ist immer für eine Überraschung gut. Im guten und im schlechten Sinne.

In letzter Zeit war Einiges los. Aufgaben, die das Leben einem stellt und bei denen man keine andere Möglichkeit hat, als sie nach und nach abzuarbeiten.
Um nur ein paar Dinge zu erwähnen:
Vor etwa 3 Wochen hatte ich eine üble Panikattacke im Auto, als ich auf dem Weg zur Arbeit war. 
Eine richtige Attacke hatte ich schon wirklich lange Zeit nicht mehr. Einen wirklichen Grund dafür gab es auch nicht. Ich fuhr wie jeden Morgen meine Strecke und bekam plötzlich Herzrasen, Schweißausbrüche und zittrige Hände. Anzeichen, die mir aus der Vergangenheit bereits bekannt sind. Nur dieses Mal war es anders. Anders als sonst. Ich hatte in meinem Blickfeld einen schwarzen Punkt. Da ich mit dem Auto unterwegs war und mich auf einem Teilstück meiner Strecke befand, an dem es unmöglich ist, rechts ranzufahren (bergab, kurvenreich, stark bewaldet), versuchte ich krampfhaft, den Punkt zu ignorieren und mich auf den Fahrt zu konzentrieren. Und was soll ich sagen?! Es war schwierig. Immer mit dem Gedanken, weder mich noch andere Menschen gefährden zu wollen, öffnete ich das Fenster, reduzierte meine Geschwindigkeit und versuchte, langsam und gleichmäßig zu atmen. Als ich im Tal ankam und ich endlich an einer "rettenden" Ampel zum Stehen kam, war ich sehr erleichtert. Danach ging es mir auch direkt viel besser (auch, wenn ich noch geschockt war, dass nach so langer Zeit die Panik sich wieder hervor geschlichen hatte). 
Seitdem war auch in der Richtung erst einmal Ruhe.
Ich versuche dieser Situation nicht so viel Aufmerksamkeit zu schenken (auch, wenn ich diese eben hier explizit erwähne). Es war doof... mehr nicht. Bloß nicht an einen Rückschritt denken. Bloß nicht verrückt machen lassen. Abhaken 💪 





Ein paar Tage danach erfuhr ich dann, dass...

31. Januar 2018

[A-Z Teil 2] I und J

I... wie Internet und Isolation
Wenn ich zurückdenke, haben das Internet und ich schon seit nun 18 Jahren eine Liaison miteinander. Meinen ersten eigenen PC bekam ich mit 9 Jahren. Dieser Rechner konnte wirklich nicht viel und an Internet war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht zu denken. Als ich 12 Jahre alt war, hatte mein Vater einen PC mit dem man auch tatsächlich Zugriff aufs Internet hatte. Aber wie bei den meisten, war meine Zeit im Internet stark begrenzt, was vor allem an den hohen Kosten lag. Einige Jahr später war die Nutzung des Internets schon nichts Besonderes mehr... man hatte E-Mailfreundschaften (was die damaligen Brieffreundschaften ablöste), schrieb seine Referate mit Hilfe von Artikeln aus dem WWW und chattete am Wochenende mit wildfremden Menschen. Jaja... früh übt sich. Wenn ich an meine Jugend denke, hat das Internet zwar eine untergeordnete Rolle gespielt, aber viele Lebenserfahrungen habe ich dennoch mit Hilfe des Internets gemacht. Meinen ersten Freund, die erste große Liebe, habe ich damals auch übers Internet kennengelernt. Uns trennten ca. 360km und die meiste Zeit waren wir nur übern den Computer und das Telefon verbunden. Allerdings ermöglichte mir diese Fernbeziehung in jungen Jahren einige Dinge, die anderen in meinem Alter nicht erlaubt waren. Ich fuhr regelmäßig alleine mit dem Zug zu meinem damaligen Freund, sah viele Orte, die ich ohne diese Beziehung nicht gesehen hätte. Habe eigenverantwortlich vor Ort Entscheidungen für mich treffen müssen. Es war einfach eine Lebenserfahrung, die ich nicht missen möchte. Und diese Zeit wäre mir entgangen, wenn es das Internet nicht gegeben hätte. 
Heute ist mein Verhältnis zum Internet anders. Alltäglicher als es schon damals war. Es ist selbstverständlich geworden. Manchmal auch nervig. Gerade seitdem es Smartphones gibt, bin ich manchmal über den ständigen Zugriff zum Internet genervt. Mal eben was googlen,  ständig Whatsapp-Gebimmel, hier ein Foto, dort eine Nachricht, ein Ping wegen einer eingegangen E-Mail. Vielleicht liegt es an meinem Alter... 30 ist eben keine 16 mehr 😂... aber so dankbar ich dafür bin, dass es das Internet gibt... es nervt mich hin und wieder trotzdem. 



Ich bin nun seit 10 Jahren erkrankt. 10 Jahre ist eine verdammt lange Zeit. Als damals die Erkrankung ausbrach (ich weiß... "ausbrach" ist ein falsches Wort in meinem Zusammenhang, aber anders wüsste ich es nicht zu erklären), war ich sehr stark eingeschränkt. Party machen, Freunde besuchen, spazieren gehen, einkaufen....

3. Januar 2018

Ein Rückblick 2017

Da ich krank war, fiel mein Jahresendbeitrag ziemlich kurz und knackig aus. 
Dennoch möchte ich es mir nicht nehmen lassen, das Jahr 2017 kurz Revue passieren zu lassen.

Ich habe zu Beginn es Jahres mit der Einnahme von Tabletten begonnen, die die Urologin mir verschrieben hat. Mit nicht sonderlich großen Erwartungen bin ich an die Sache heran gegangen, aber wollten diesem Therapieansatz eine Chance geben. Ebenfalls wurde mir Beckenbodengymnastik verschrieben, welche ich direkt am Anfang des Jahres in mehreren Terminen bei der Krankengymnastik durchgeführt habe (siehe hier).  Das war schon eine interessante und lehrreiche Erfahrung.

Ebenfalls erfuhr ich, dass mein Kater an einer Autoimmunerkrankung leidet und bei Stress anfängt sich zu blutig zu kratzen (siehe hier). Seitdem ich das allerdings weiß, habe ich dies das restliche Jahr über gut im Griff gehabt (dank einer Creme).

Im Mai wurde ich 30 Jahre alt und hatte (dank meiner Familie und meines Freundes) einen wirklich schönen Geburtstag. Es gab Kuchen, Sekt und wirklich tolle und praktische Geschenke. Abgerundet wurde das alles durch einen Abend mit meiner Familie und den Eltern meines Freundes in einem Restaurant meiner Wahl. Hachja... das war wirklich ein toller Tag (siehe hier),

Kurz danach war ich das erste Mal als Patientin im Krankenhaus. Das war wirklich seltsam, da ich zuvor nur als Pflegepersonal das Krankenhaus kannte. Meine Urologin verordnete mir eine Untersuchung der Blase, welche leider nicht in der Praxis, sondern eben im Krankenhaus durchgeführt werden musste. Und was soll ich sagen?! Ich war soooo nervös. Zum Glück begleitete mich meine Mutter (ja, auch mit 30 darf man "Mama" um Hilfe bitten). Der Tag verlief zwar anders als erwartet, aber ich war froh, als ich diesen Termin hinter mich gebracht hatte (siehe hier).

Im August feierte dieser Blog 4 jähriges Bestehen (siehe hier) und ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass ich es schaffe, so lange am Ball zu bleiben. Klar... die Abstände zwischen den Blogpost werden immer größer (tut mir leid!), aber ich bin noch da und schreibe fleißig weiter.



Leider musste ich im Zeitrahmen von September bis Dezember insgesamt 10 Mal zum Zahnarzt, da ich ziemlich schmerzgeplagt war (siehe hier). Es stellte sich heraus, dass ich die letzten 10 Jahre zu einem Scharlatan gegangen bin. 
Ende vom Lied: 2 Wurzelbehandlungen (ein Zahn war bereits tot) und 5 Füllungen (davon mussten 2 alte Füllungen erneuert werden...). Auch das verbuche ich mal als Lebenserfahrung, da ich bisher noch nie das "Vergnügen" einer Wurzelbehandlung hatte. Aber ich denke, dass ich jetzt bei einem guten Zahnarzt gelandet bin.

Ein paar Veränderungen gab es im Jahr 2017 allerdings auch. Nach einigen Jahren Psychotherapie hat nun meine Therapeutin entschlossen, die Therapie mit mir zu beenden. Nicht, weil ich ein hoffnungsloser Fall bin?! Viel mehr, weil sie nichts weiter vorweisen kann, was sie mir Nahe legen könnte und sie der Meinung ist, dass ich mein Leben nun auch gut allein bewältigt bekomme (siehe hier). 
Auch die Behandlung bei der Urologin habe ich nicht weiter fortgeführt, da im Krankenhaus festgestellt wurde, dass meine Problematik nicht organischer Natur ist. Dementsprechend habe ich auch die Tabletten für die Blase abgesetzt

Im Dezember habe ich für mich einen großen Schritt gewagt und habe eine Entscheidung getroffen, die ich auch bei meinem Vorgesetzten durchgesetzt habe. Man, war ich nervös und am Ende doch sehr stolz (siehe hier). 

Zusammengefasst war es ein aufregendes, langes Jahr. Es verging irgendwie nicht so schnell, wie die Jahre davor... zumindest gefühlt.

Wie das Jahr 2018 für mich laufen wird, steht noch in den Sternen, aber ich bin (wie so meist zu Beginn eines Jahres) positiv gestimmt und freue mich auf das, was kommt. 

Ich wünsche euch ein wirklich schönes Jahr 2018 mit vielen aufregenden Ereignissen, viel Freude, viel Liebe und viel Hoffnung.
Macht das Beste daraus.

Bleibt tapfer!

L.H.P. 


27. Dezember 2017

Das war es schon wieder... 2017

Leider war ich in den letzten Tagen krank und fühlte mich zu so gut wie gar nichts in der Lage. Gesund bin ich zwar noch nicht, fühle mich aber immerhin schon so gut, dass ich mich jetzt endlich hier melde....

... ich hoffe, ihr hattet alle schöne Weihnachtstage mit euren Lieben und gutem Essen 😊

Nun ist das Jahr 2017 auch schon bald wieder zu Ende und ein neues Jahr beginnt.
Und wenn man erneut zurückblickt, verging das Jahr wieder ziemlich schnell. 

Ich wünsche euch auf jeden Fall einen guten Start in das neue Jahr... wünsche euch, dass es aufregend, erfolgreich und voller Liebe sein wird. Viel Hoffnung und viel Freude darf nicht fehlen. 

Bleibt einfach tapfer und wir lesen uns dann im nächsten Jahr 
(wenn ich dann wieder richtig fit bin 👍)

Ganz liebe Grüße
L.H.P. 


(#2017bestnine von instagram hier)

20. Dezember 2017

Für sich einstehen!

Das Jahr ist fast vorbei und trotzdem habe ich es noch in den letzten Zügen geschafft, für mich eine Lektion zu lernen und einen großen Fortschritt zu machen.
Ich habe eine Erfahrung gemacht durch die ich mich um einiges erwachsener fühle...

In meinem Unternehmen besteht die Weihnachtsfeier immer aus zwei Teilen. Zum Einen ist da ein gemütliches Weihnachtsessen in einem Restaurant. Zum Anderen wird ein Musical-Besuch geplant.
Ich arbeite nun seit 3 Jahren in diesem Unternehmen und bin durchaus sehr zufrieden dort. Aber diese Musical-Besuche stressen mich wirklich.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß vielleicht noch, wie sehr mich vor allem die Weihnachtsfeier von 2015 belastete. Ich hatte eine Landstraßenfahrt von 1,5 Stunden im Schnee vor mir, musste in einem Hotel übernachten und hatte einige, längere Fußwege zu bezwingen.
Jaja, ich weiß... das klingt ja grauenhaft.... gar fürchterlich 😉... aber mal im ernst: Wenn man ständig Angst davor hat, keine Toilette aufsuchen zu können wenn man möchte, dann ist das alles echt eine Mammutsaufgabe. (schaut hier).

Auch für dieses Jahr sollte die Weihnachtsfeier in der gleichen Location stattfinden. Also wieder die Fahrt über die Landstraße. Wieder das gleiche Hotel.

 

Angesprochen wurde diese Planung beim Weihnachtsessen im Restaurant. Ich wurde total überrumpelt und sagte zu. Die Tage danach ging mir das Ganze mehrfach durch den Kopf. Ich fühlte mich...

6. Dezember 2017

Die Zeit wird es zeigen...

Nun ist es passiert... nach meinem Blogpost "Sie macht mit mir Schluss" vom 18.10.2017 ist es letzte Woche dann wirklich geschehen!

Letzte Woche hatte ich meine letzten Therapiesitzung. Da ich vorab schon vorgewarnt war, ging ich auch mit dem entsprechenden Gefühl in die Sitzung. Ich fühlte mich einerseits erleichtert und war froh darüber, dass ich zukünftig nicht mehr dorthin muss (obwohl ich meine Therapeutin wirklich sehr mochte). Andererseits war ich traurig.

Traurig darüber, dass ich zukünftig meinen Weg wieder alleine gehen muss. Traurig darüber, dass ich einen Menschen aus meinem Leben verloren habe. Eine Frau, die ich nun seit schon 9 Jahren kenne (mit 2 Jahren Unterbrechung).

Während der Sitzung besprachen wir kurz die aktuellen Ereignisse (z.B. mein endlos scheinendes Theater mit den Zähnen). Dieses Mal habe ich den Moment bewusster genutzt, da ich mir darüber im Klaren war, dass es meine letzten Möglichkeit war, in dieser Form meine Gedanken und Sorgen loswerden zu können. 

Die letzten 2/3 der Sitzung nutzte sie, um alte Strategien und Gedankenansätze in mir wieder wachzurufen und erinnerte mich daran, was ich in der Vergangenheit bereits alles geschafft hatte. 
Sie sagte mir mehrfach, dass ich auf einem guten Weg sei und sie daran glaube, dass ich mit dem mir zur Verfügung stehenden Mitteln, auch alleine klarkommen würde. (Ich hoffe so sehr, dass sie recht hat!)


Und dann sagte sie etwas, was für mich wirklich plausibel klang und mir höchstwahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 
Sie sagte:

"Therapie stellt für Sie...