23. August 2017

Alles ist ungewiss

In der letzten Woche hat sich für mich herausgestellt:

Alles ist ungewiss!

... zumindest bzgl. meiner weiteren Therapie.

Aber ich fange erst einmal von Vorne an: 
Vorletzte Woche hatte ich mal wieder eine Sitzung bei meiner Psychotherapeutin. Und wie immer sprachen wir über die vergangenen Wochen und wie es mir aktuell geht?! 
Am Ende der Sitzung schaute meine Therapeutin im PC nach meinen übrigen Sitzungen und sah, dass mir noch 3 Sitzungen zur Verfügung stehen.

3 !!! Ich dachte, ich fall vom Stuhl?! 
Als ich sie fragte, was denn danach passieren würde und wie es weitergeht, druckste sie etwas herum und meinte, dass das dann ganz an mir liegen würde... 
Wenn ich weiteres Interesse an einer Therapie hätte, müsste sie einen Antrag an die Krankenkasse stellen, welche dann entscheidet, ob eine weitere Therapie von Nutzen ist. 
Da ich allerdings schon vor einiger Zeit "austherapiert" war (siehe hier), 2 Jahre warten musste und dann erneut die Therapie begonnen habe, ist es anscheinend fraglich, ob die Krankenkasse dem Antrag zustimmt.



"Klasse!" dachte ich. "Echt tolle Kiste!" 
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was passiert, wenn dem Antrag nicht stattgegeben wird. Habe ich dann für die nächsten Jahre keinen Anspruch mehr auf eine Psychotherapie? Wie lange müsste ich...

2. August 2017

[A-Z Teil 2] C und D

C... wie Chaos und Cannabis

Ich brauche Strukturen! Das habe ich als Teenager gemerkt. Strukturen im Sinne von: Regelmäßigkeiten. Der Grund dafür ist, dass ich eigentlich eine ziemlich faule Socke bin. JA wirklich... in meinem Kinderzimmer herrschte damals so lange Chaos, bis ich entweder etwas "wichtiges" suchte oder mich das Durcheinander selbst nervte (aber das konnte dauern.... 😁). Heute ist das anders. Zumindest nach außen hin. Meine Wohnung ist (die meiste Zeit) aufgeräumt, geputzt, es wurde gebügelt, die Fenster gereinigt, die Teppiche gesaugt, die Wanne geschrubt und die Katzen versorgt.... 
Aber genau das musste ich auch erst einmal lernen. Nicht, weil ich nicht wusste, wie man einen Lappen in die Hand nimmt oder den Staubsauger betätigt. Sondern viel mehr, wie man seinen Schweinehund austrickst und etwas tut, anstatt auf der Couch zu liegen und Netflix zu gucken. Ich habe mir eine Regelmäßigkeit angeeignet. 



Zum Beispiel wird bei mir Freitags nach der Arbeit Wäsche gewaschen und anschließend aufgehängt, so dass sie sonntags trocken ist und ich sie bügeln kann. Sonntags ist auch der generelle Putztag bei mir. Warum gerade Sonntag? Weil...

26. Juli 2017

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben...

In den letzten zwei Wochen hatte ich wieder zwei Termine, die in meiner weiteren Behandlung eine Rolle spielen:
Vorletzte Woche hatte ich mal wieder einen Psychotherapietermin. Da ich seit meiner Untersuchung im Krankenhaus (siehe hier) nicht mehr dort war, war meine Therapeutin natürlich neugierig, was denn genau bei mir gemacht wurde und wie es gelaufen ist?!
Selbstverständlich hatte ich ihr im Vorfeld schon davon erzählt und daher wusste ich sie auch ziemlich gut, wie viele Sorgen ich mir gemacht hatte und wie beängstigend die Untersuchung für mich sein würde.

Nun ja... ich erklärte ihr also, dass die Untersuchung nicht in der Art und Weise stattgefunden hat, wie es ursprünglich geplant war. Ich beschrieb, wie der gesamte Aufenthalt im Krankenhaus verlief und welche Diagnose dort nun gestellt wurde. 

Meine Therapeutin war glücklich darüber, dass ich überhaupt zur Untersuchung gefahren bin und den Entschluss gefasst hatte, es auch wirklich machen zu lassen. 
Wer mich allerdings kennt, weiß, dass ich niemals einen Termin machen würde, zu dem ich am Ende nicht hinfahren würde.... (...und das auch noch unangekündigt...)?!

Demnächst möchte sie mit mir "Achtsamkeitsübungen" durchführen. Ich habe dies zwar während meiner Reha-Zeit (siehe hier) ein wenig kennengelernt, aber so voll und ganz weiß ich nicht, was mich erwartet.
Hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht?



Letzte Woche hatte ich dann auch noch einen Termin bei meiner Urologin. 
Sie erhielt natürlich den Arztbericht aus dem Krankenhaus und war bereits über alles informiert.
Ganz glücklich...

19. Juli 2017

[A-Z Teil 2] A und B

A… wie Abnehmen, Auto und Albernheit

Ich muss gestehen, dass ich innerhalb der letzten 1,5 Jahren ein wenig zugenommen habe. Es ist nicht weiter tragisch und ich persönlich habe sowieso diesbezüglich eine recht humane Einstellung, dennoch bin ich momentan an einem Punkt, an dem ich diese Extrakilos dazu nutzen möchte, wieder mehr an mich und mein Wohlempfinden zu denken. Seitdem ich damals aus meinem Elternhaus ausgezogen bin, habe ich Tütenessen vermieden, selten Essen bestellt (schon alleine aufgrund des Mindestbestellwertes, den man alleine eh kaum erreicht 😄 ) und dafür mehr frisch gekocht. Allerdings esse ich viel und gerne und genau das ist mein Manko. Dazu kam, dass ich wenig bis gar keinen Sport getrieben habe. Nun ist es allerdings so, dass ich aufgrund meiner Beziehung in dem letzten Jahr häufig unnötig viel und ungesund gegessen habe. Man wird eben in einer neuen Beziehung bequem... 😉
Aber das soll sich nun ändern: Auf der Suche nach einem Sport, der mit Spaß macht, ich eine Anleitung habe und mich dazu verleitet, am Ball zu bleiben, habe ich nun Stepaerobic für mich entdeckt. Seitdem ich das Board zuhause habe, mache ich bis zu 5 Mal die Woche 20-30 Minuten Sport und das tut richtig gut. Des Weiteren essen wir wieder gesünder. Nun muss ich nur noch die Mengen in den Griff bekommen und dann sollten auch die ersten Pfunde purzeln... 

Aufgrund meiner Erkrankung ist es schwierig für mich öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Einen Führerschein zu besitzen und selbst Autofahren zu können ist in meinem Fall daher sehr wichtig. Selbstständig zu sein, entscheiden zu können, wann man mal rechts ranfährt oder welchen Weg man fahren möchte, um lange Umwege oder staulastige Straßen zu umfahren. Ich brauche einfach meinen eigenen fahrbaren Untersatz. 


Es gab mal eine Situation, in der mein Auto knapp 1,5 Wochen in der Werkstatt stand. Mir blieb nichts anderes übrig, als...

5. Juli 2017

[A-Z Teil 2] Ankündigungen

Da es ist den letzten Monaten zwischenzeitlich ruhig hier auf dem Blog war, habe ich mir gedacht, dass ich mal wieder eine Runde [A-Z] starten könnte.
Mit diesen Beiträgen habt ihr die Möglichkeiten, mich etwas besser kennenzulernen und in den Wochen, wo ich nicht viel zu berichten habe, wird es dennoch nicht so ruhig hier. 

Wer die ersten [A-Z] Beiträge verpasst hat, kann gerne einmal hier vorbeischauen 
---> [A-Z] Teil 1 <--- 💓



L.H.P.

28. Juni 2017

Kleine Schritte nach Vorne

Nachdem ich nun im Krankenhaus die Bestätigung erhalten habe, dass organisch bei mir alles in Ordnung zu sein scheint, musste ich diese Mitteilung erst einmal sacken lassen.
Natürlich hatte ich mit keinem anderen Ergebnis gerechnet, dennoch hoffte ich insgeheim, dass man vielleicht doch irgendetwas finden würde... etwas kleines, winziges... etwas, was meinen Zustand begünstigt oder gar mein Körpergefühl verursacht. Aber nein, am Ende ist es doch rein psycho-somatisch. Der Kopf steuert, was der Körper fühlt.

Ich habe also nun die Gewissheit und muss für mich jetzt endgültig einen Weg finden, damit zurecht zu kommen. Ich möchte irgendwann einmal wieder so leben können, wie ich es früher getan hatte... mich frei fühlen. Frei im Sinne von: Im Hier und Jetzt sein und nicht im "was wäre, wenn ich zum ungünstigsten Zeitpunkt zur Toilette müsste...?".

Aufgabe ist es für mich, mich schrittweise meinem Ziel zu nähern. Mich nicht zu überfordern. Mich von Rückschlägen nicht fertig machen zu lassen. Nur nach vorne und nicht zurück... so lautet mein Mantra. Nicht immer in die Ferne schauen und Horrorszenarien ausmalen. Schritt für Schritt die täglichen Aufgaben des Lebens angehen und somit viele kleine Teilerfolge verbuchen, anstatt große Rückschläge. 


Vor etwa 2,5 Jahren habe ich bereits beschrieben, wie ich mit der Angst der Harninkontinenz im Alltag zurechtkomme (hier). Ich trage...

21. Juni 2017

Ein Pfirsich im Krankenhaus

Wie in meinem vorherigen Blogpost (hier) bereits erwähnt, war eine ambulante Behandlung im Krankenhaus geplant, welche dazu dient, meine Blase gründlich zu untersuchen.

Zuvor habe ich absichtlich nicht beschrieben, um welche Untersuchung es sich genau handelt und das, aus einem einfachen Grund... ich hatte Schiss...
Geplant war eine urodynamische Untersuchung: Eine Untersuchung, bei der die Blase mit einem Katheter langsam gefüllt wird. Dabei werden Elektroden auf der Bauchdecke befestigt (um Reizweiterleitung und Auffälligkeiten direkt bestimmen zu können) und der Unterleib wird geröntgt. Achja... eine kleine Sonde wird (laut meinen Recherchen) noch zusätzlich in den Enddarm geschoben, um die Blase von allen Seiten zu untersuchen.

Wie ihr lesen könnt, klingt das alles schon ziemlich gruselig und unangenehm. Dementsprechend war meine Angst bzw. Sorge vielleicht nicht 100% berechtigt, aber irgendwie doch verständlich.


Montag war nun dieser Tag der Tage... ich hatte die Nacht kaum geschlafen, hatte die Stunden vor der Fahrt ins Krankenhaus Durchfall, mir war übel, ich hatte weder Durst noch Appetit... ich fühlte mich einfach schlecht. Aber hey...